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Börsenbericht – Anspannung bleibt

Trotz der anhaltenden Unsicherheiten im Nahen Osten und den deutlich gestiegenen Ölpreisen ist der DAX etwas besser in die neue Börsenwoche gestartet. Es ist dem dt. Leitindex immerhin gelungen oberhalb der 24.000 Punkte-Marke Fuß zu fassen. Die Hoffnungen auf erneute Friedensbemühungen zwischen den USA und dem Iran hatten am Wochenende einen erneuten Dämpfer erhalten. US-Präsident Donald Trump hatte eine geplante Reise seiner Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner kurzfristig abgesagt. Damit bleiben die Spannungen zwischen den USA und dem Iran hoch – solange es keinen politischen Fahrplan gibt. Auch die Ölpreise haben erneut deutlich angezogen und die Sorge vor einer steigenden Inflation bleibt damit bestehen. Angesichts der Entwicklung blicken Anleger gespannt auf die anstehenden Notenbanktreffen. Am kommenden Donnerstag steht die nächste Entscheidung der Europäischen Zentralbank EZB an. Analysten erwarten jedoch vorerst keine Leitzinsanhebung – wahrscheinlicher wird eine im Juni. Auch die Fed berät erneut über den Leitzins. 

Novartis hat von der Europäischen Kommission die Zulassung für Rhapsido (Remibrutinib) erhalten. Damit kommt die erste orale, gezielte Therapie für die chronische Hautkrankheit spontane Urtikaria (CSU) auf den Markt. Das Medikament ist für erwachsene Patienten vorgesehen, die unzureichend auf H1-Antihistaminika ansprechen. Ganz überraschend ist diese Entscheidung nicht, da der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) bereits im Februar eine positive Stellungnahme abgegeben hatte. Rhapsido zeigte in Studien schnelle Wirksamkeit und ein günstiges Sicherheitsprofil, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Der Wirkstoff wird zweimal täglich in Form einer Tablette eingenommen, ohne dass Laborüberwachungen erforderlich sind, heißt es in der Mitteilung weiter.

Der Windanlagenbauer Nordex hat die Erwartungen zum Jahresstart übertroffen. Der Umsatz stieg im 1. Quartal vergleichen mit dem Vorjahreszeitraum um 11 % auf 1,59 Mrd. €. Das Ebitda legte sogar um fast zwei Drittel auf 130,7 Mio. € zu. Unterm Strich verdiente Nordex nach 7,9 Mio. im Vergleichszeitraum nun 53,6 Mio. €. 

Bei Mutares kam es zu Kursaufschlägen. Die Beteiligungsgesellschaft erwägt den Börsengang der Tochter Magirus. Der Auftragseingang des Herstellers von Feuerwerkfahrzeugen habe im 1. Quartal auf einem Rekordniveau gelegen. Zusätzliche Wachstumsimpulse kämen aus dem Ausbau des Defense-Geschäfts, das attraktive Margenpotenziale bietet. Vor diesem Hintergrund prüft Mutares konkrete strategische Optionen zur Wertrealisierung, darunter einen möglichen Börsengang oder einen Verkauf.