Die Berichtssaison nimmt weiter Fahrt auf. Nachdem die US-Großbanken den Startschuss gaben, stellten zuletzt weitere Unternehmen ihre Quartalsergebnisse vor – hierzulande vor allem vorläufige Zahlen. Vor allem die Ergebnisse aus der Chip- und KI-Branche werden mit Spannung erwartet, da die Sorge vor einer KI-Blase immer wieder aufflammt. Heute wird sich unter anderem das Branchenschwergewicht TSMC zu den vergangenen 3 Monaten äußern und für neue Impulse am Markt sorgen. Der niederländische Chip-Ausrüster ASML konnte trotz angehobener Umsatzprognose nur schwer überzeugen. Neben den mit Spannung erwarteten Berichten der Unternehmen halten auch die anhaltenden gegenseitigen Angriffe der USA und dem Iran die Börsen in Atem. US-Präsident Donald Trump hat dem Iran jüngst mit Angriffen auf die zivile Infrastruktur des Landes gedroht. Unterdessen startete das US-Militär nach eigenen Angaben die zweite Angriffswelle, die sich gegen die militärische Fähigkeiten des Irans richtete, die dafür genutzt worden seien, Handelsschiffe in der Straße von Hormus zu bedrohen. Der Ölpreis stieg daraufhin weiter an. Im Zuge der aktuellen Marktsituation konsolidierte auch der DAX zuletzt. Damit ringt der dt. Leitindex weiterhin um die runde Marke von 25.000 Punkten – bisher erwies sich die 50-Tage-Linie immerhin als Stütze. An der Wall Street erholten sich die Leitindizes zur Wochenmitte wieder etwas: Der Dow Jones schloss 0,3 % fester, während der S&P 500 um 0,4 % zulegte. Die Technologiebörse Nasdaq verbuchte derweil ein Plus von 0,6 %. Unterstützung erhielten die Leitindizes von überraschend gesunkenen Erzeugerpreisen. Damit einher ging die Hoffnung, dass die US-Notenbank Fed von Zinserhöhungen absehen könnte.
Der Vermögensverwalter BlackRock und die Investmentbank Morgan Stanley konnten mit ihren Ergebnissen für das 2. Quartal die Markterwartungen übertreffen.
Mit dem Streaming-Schwergewicht Netflix wird heute die Bilanzsaison der Tech-Branche eingeläutet. Um Werbekunden anzulocken, setzt Netflix auf Live-Events und prüft Medienberichten zufolge ein Gebot für die US-Übertragungsrechte der Fußball-Weltmeisterschaften 2030 und 2034.
Der US-Fahrdienstvermittler Uber soll an der Übernahme des Essenslieferanten Delivery Hero interessiert sein. Medienberichten zufolge soll Uber 41 € je Aktie bieten.
Das Schweizer Technologieunternehmen ABB hat im 2. Quartal sowohl Umsatz als auch Auftragseingang deutlich gesteigert. Wie schon im Auftaktquartal legten beide Kennziffern zweistellig zu. Auch die operative Gewinnmarge verbesserte sich auf hohem Niveau noch einmal. Wichtigster Wachstumstreiber waren höhere Volumen, hieß es. Zusätzlich hätten positive Preisentwicklung sowie günstige Wechselkursänderungen zum Wachstum beigetragen. Die bisherigen Prognosen für das Gesamtjahr 2026 wurden leicht erhöht.
Die All for One Group hat eine Zusammenschlussvereinbarung mit VINCI Energies Deutschland Enterprise Solutions AcquiCo SE, einer Tochter von der französischen Vinci, geschlossen. Den Aktionären der All for One Group werden 67,50 € in bar je Aktie geboten. Die Zusammenschlussvereinbarung konkretisiert zudem den Angebotsprozess und enthält Vereinbarungen zur künftigen Zusammenarbeit bei Angebotserfolg.
Der taiwanesische Chiphersteller TSMC hat im Q2 dank eines starken Umsatzanstiegs und gestiegener Margen deutlich mehr verdient. Der Überschuss legte um 77 % zu, womit die Analystenerwartungen übertroffen wurden.