Nun setzt US-Präsident Donald Trump doch wieder auf Diplomatie. Nach nur einem Tag pausiert Trump den US-Einsatz zur sicheren Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus, um erneut zu verhandeln. Eine langfristige Waffenruhe ist damit weiter unsicher und die Ölpreise bleiben hoch womit auch die Inflationssorgen omnipräsent bleiben. Anleger richten ihre Aufmerksamkeit indes auf die laufende Berichtssaison. Neben dem Thema KI-Investitionen liegt der Fokus vor allem auf den zukunftsgerichteten Aussagen der Konzerne. Dem DAX ist es zur Wochenmitte gelungen sich weiter oberhalb der 24.000 Punkte-Marke abzusetzen. Gute Vorgaben kamen dabei auch von der Wall Street, wo der S&P 500 im Handelsverlauf sogar eine neue Bestmarke aufstellte. Der Dow Jones schloss letztlich 0,73 % höher und die Technologiebörse Nasdaq legte um 1,31 % zu. Auch der Tech-Index erklomm im Handelsverlauf ein neues Rekordhoch.
Der Nutzfahrzeug-Hersteller Daimler Truck hat im 1. Quartal die schwache Nachfrage in Nordamerika zu spüren bekommen. Das Management sieht angesichts des wieder anziehenden Auftragseingangs inzwischen Licht am Ende des Tunnels. Der Umsatz des Industriegeschäfts, also Finanzdienstleistungen herausgerechnet, fiel im Jahresvergleich um 14 % auf 9,1 Mrd. €. Das um Sondereffekte bereinigte Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern sank um über die Hälfte auf 498 Mio. €. Unter dem Strich sorgte auch die Abspaltung der Asiensparte in ein Gemeinschaftsunternehmen mit der Toyota-Tochter Hino für Sonderkosten. Der Gewinn je Aktie ging um 80 % auf 0,18 € zurück.
Mit einem leichten Gewinnanstieg ist der niederländische Supermarktbetreiber Ahold Delhaize ins Geschäftsjahr 2026 gestartet. Zwar ging der Umsatz aufgrund des schwachen US-Dollars in den 3 Monaten um mehr als 4 % auf 22,3 Mrd. € zurück, der Überschuss blieb mit 552 Mio. € jedoch mehr oder weniger stabil.
In einem schwierigen Konjunkturumfeld hat der niederländische Zahlungsdienstleister Adyen das abgewickelte Zahlungsvolumen im Q1 deutlich gesteigert. Das abgewickelte Zahlungsvolumen stieg in den 3 Monaten bis Ende März um gut ein Fünftel auf 382 Mrd. €. Der Umsatz stieg zum Jahresstart um 16 % auf 620,8 Mio. €. Die Jahresziele bestätigte das Branchenschwergewicht nochmals. Demnach soll der Umsatz bereinigt um Wechselkurseffekte um 20 bis 22 % zulegen. Die Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda-Marge) dürfte 2026 in etwa stagnieren.
Bayer will sein Geschäft mit Augenmedikamenten mit einer Übernahme in den USA stärken. Mit der Akquisition von Perfuse Therapeutics erhält der Pharmakonzern sämtliche Rechte am Medikamentenkandidaten PER-001, der sich in der klinischen Entwicklung der Phase II zur Behandlung von Glaukom und diabetischer Retinopathie (DR) befindet. Für den Deal zahlt Bayer 300 Mio. $ im voraus. Je nach Erfolg des möglichen Medikamentes kann das Zahlungsvolumen über die Zeit bis auf 2,45 Mrd. $ steigen.
Der dänische Pharmahersteller Novo Nordisk hebt nach einem überraschend schwungvollen 1. Jahresviertel seine Ziele für das Gesamtjahr leicht an. Grund seien die inzwischen aufgehellten Erwartungen für das wichtige Geschäft mit Gewichtssenkern, teilte das Unternehmen mit. So habe sich die erst kürzlich in den USA gestartete neue Abnehmpille für den Konzern in den ersten Wochen als die bisher stärkste Markteinführung in dieser Kategorie erwiesen, hieß es. Das Management um Konzernchef Maziar Mike Doustdar geht nunmehr davon aus, dass der bereinigte Umsatz und auch das bereinigte operative Ergebnis im laufenden Jahr zu konstanten Wechselkursen jeweils um 4 bis 12 % zurückgehen. Bisher wurde ein Rückgang von 5 bis 13 % erwartet. In den ersten 3 Monaten war auf dieser Basis der Erlös im Vergleich zum Vorjahr um 4 % gesunken, da höhere Verkaufsvolumina des Gewichtssenkers Wegovy die niedrigeren Preise für das Produkt nicht ausgleichen konnten.
Der Getriebehersteller Renk hat zum Jahresstart vom Rüstungsboom profitiert. Von Januar bis März waren unter anderem Panzergetriebe für ein Programm der NATO-Staaten sowie den Puma-Panzer der Bundeswehr gefragt. Der Auftragseingang stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 6,1 %. Der Umsatz legte um 4 % zu und das bereinigte Ebit um 10,4 %. Unter dem Strich verdiente Renk 15,4 (0,8) Mio. €.