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Börsenbericht – Börsen unter Druck

Der anhaltende Ölpreisanstieg belastete auch zur Wochenmitte die Aktienmärkte. Der DAX setzte daher seine Korrektur vom jüngsten Rekordhoch bei 26.618 Punkten fort. Zeitweise kämpfte der dt. Leitindex sogar um die Marke von 26.000 Zählern. Im schlechtesten Fall könnte der DAX sogar seine 50-Tage-Linie, die bei 25.625 Punkten verläuft, testen. Hauptgrund für die Zurückhaltung sind die erneuten gegenseitigen Angriffe der USA und dem Iran, was die Ölpreise nach oben treibt. Für ein Barrel der Nordseesorte Brent musste zuletzt mit mehr als 95 US-Dollar der höchste Preis seit Mitte Juni bezahlt werden. US-Präsident Donald Trump erklärte, die US-Angriffe seien als Vergeltung für den Versuch des Iran erfolgt, die Straße von Hormus am Wochenende zu verminen und amerikanische Soldaten im Nahen Osten anzugreifen. Der Iran reagierte mit dem Abfeuern von Raketen und Drohnen über den Persischen Golf. Neben Jordanien meldeten auch Kuwait und Bahrain feindlichen Beschuss. Die anhaltenden Inflationssorgen haben auch am US-Aktienmarkt insbesondere die zinssensiblen Technologiewerte unter Druck gesetzt. Der Dow Jones gab 0,8 % nach, während die Technologiewerte an der Nasdaq 1,0 % einbüßten. Die Inflationssorgen haben auch die Verluste am Anleihemarkt beschleunigt. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen erreichte mit 4,81 % den höchsten Stand seit fast drei Jahren. Auch in Deutschland hatte die Nervosität am Rentenmarkt zuletzt zugenommen und die zehnjährige Rendite gestern auf ein neues 15-Jahres-Hoch von 3,36 % getrieben. Die hohen Renditen lasten wiederum auf den Aktienmärkten. 

Der Modekonzern Hugo Boss beendet sein erst am 24. August gestartete Aktienrückkaufprogramm in einer Woche. Hintergrund der Entscheidung des Vorstands seien aktuelle Aussagen der Frasers Group, teilte das Unternehmen mit. Diese hatte zuletzt mitgeteilt, ihren Anteil an Hugo Boss auf über 50 % erhöhen zu wollen. Außerdem wollen die Briten ihre Unterstützung für den Aufsichtsratsvorsitzenden Stephan Sturm prüfen. 

Nestlé treibt den Umbau seines Geschäfts weiter voran. Hierfür stößt der schweizerische Nahrungsmittelkonzern das Mainstream-Geschäft mit Vitaminen, Mineralstoffen und Nahrungsergänzungsmitteln ab. Den Fokus legen die Schweizer in diesem Bereich künftig auf das Premium-Segment. Nestlé verkauft den Bereich Mainstream Vitamins, Minerals and Supplements (VMS) zu einem Preis von 1,0 Mrd. $ an die US-amerikanische Private-Equity-Firma Yellow Wood Partners. Unter Vorbehalt der nötigen regulatorischen Genehmigungen soll der Verkauf in der 1. Jahreshälfte 2027 zu einem Abschluss kommen.