Die aktuelle Marktlage ist für Anleger alles andere als entspannt: Ein immer weiter ansteigender Ölpreis, die anhaltende Inflation und Zinserhöhungen haben am heutigen Freitag für eher verhaltene Stimmung gesorgt. Hinzu kommen steigende Anleiherenditen, die den Aktienmarkt belasten: Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen stieg um zwei Basispunkte auf 4,9708 % und erreichte damit den höchsten Stand seit drei Jahren. Die Renditen 30-jähriger Anleihen kletterten auf ein 19-Jahres-Hoch von 5,3803 %. Die Renditen steigen, weil die Märkte die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed in diesem Monat auf etwa 70 % taxierten. Die Folge: Aktien werden im Vergleich zu vermeintlich sichereren Anlagen wie Anleihen unattraktiver, wenn die Zinsen steigen. Die Investoren reagieren darauf durch den Abbau von Aktienpositionen und erwerben Anleihen als Alternative.
Die Anleger sind ohnehin nervös, weil am frühen Nachmittag noch die US-Inflationsdaten für den Monat August veröffentlicht werden.