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Börsenbericht – DAX gibt Gewinne ab

Trotz der anhaltenden Unsicherheiten im Nahen Osten konnte sich der DAX insgesamt mehr oder weniger behaupten. Zuletzt hielt er sich dennoch weiterhin unterhalb der 26.000 Punkte-Marke auf und damit unter der 21-Tage-Linie. Vor allem die wieder aufflammenden Inflationssorgen belasteten die Stimmung. In den USA drehte zwischenzeitig die Stimmung in Sachen Künstliche Intelligenz. Das Thema ist derzeit Fluch und Segen für die Börsen – während negative Meldungen die entsprechenden Werte in den Keller schicken können, können positive Nachrichten für deutliche Kurssprünge sorgen. Die anhaltenden Investitionen in KI sorgten für gute Stimmung unter den Anlegern. Hinzu kamen Berichte, dass Anthropic im Zuge des Börsengangs eine Bewertung von 2 Bill. $ anstrebt. US-Präsident Donald Trump hatte sich zudem gegen eine internationale Regulierung von KI ausgesprochen. Nach einem Treffen mit Vertretern der US-Tech-Branche im Weißen Haus sagte er, dass sich die Unternehmen selber kontrollieren sollen. Im Iran scheinen derweil die Verhandlungen über die Straße von Hormus weiterzugehen. In dem festgefahrenen Konflikt versuche aktuell der Golfstaat Katar eine Lösung zu finden, sagte der iranische Außenminister Agenturen zufolge in New York. Öllieferungen sollen zwar wieder zunehmen, gleichzeitig werden aber auch immer wieder Angriffe in der Straße von Hormus gemeldet. Die Furcht vor steigenden Zinsen setzte derweil die Leitindizes der Wall Street unter Druck. Der Dow Jones schloss 0,3 % tiefer bei 51.349 Punkten. Der S&P 500 gab 0,2 % auf 7.670 Zähler nach, und die Technologiebörse Nasdaq verlor 0,1 % auf 26.797 Punkte. Vor allem die weiter steigenden Renditen am US-Anleihemarkt drückte auf die Kurse. Die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen kletterte zeitweise auf 5,293 % und damit auf den höchsten Stand seit Juni 2007. 

Der Großaktionär Michael Tojner hat beim österreichischen Kupferspezialisten Asta Energy seinen Anteil reduziert und damit Kasse gemacht. Über seine Holding ETV Montana Tech verkaufte Tojner 0,5 Mio. Aktien und damit 3,5 % des Grundkapitals für 60,00 € das Stück. Mit dem Erlös will die ETV Montana Tech teilweise vertragliche Verpflichtungen gegenüber der Montana Aerospace erfüllen. Die Aktien wurden bei internationalen institutionellen Investoren untergebracht. ETV Montana Tech und Makra GmbH hielten gemeinsam weiter die Mehrheit an Asta Energy mit einem Anteil von rund 51,2 %, hieß es. Der Streubesitz habe sich auf rund 42,9 % erhöht.

Nordex hat mehrere Aufträge aus Frankreich, Portugal und Spanien erhalten. Insgesamt beläuft sich die Kapazität auf 175 Megawatt. Die Verträge umfassen die Lieferung und Errichtung von 34 Windenergieanlagen sowie mehrjährige Serviceverträge. Alle Projekte sollen in den Jahren 2027 und 2028 installiert und in Betrieb genommen werden, hieß es.

Der Kurs der Commerzbank geriet durch eine Herabstufung durch die Dt. Bank unter Druck. Die Analysten setzten die Commerzbank von „Buy“ auf "Hold".

In den USA hat ein neuer Prozess um den glyphosathaltigen Unkrautvernichter Roundup der Bayer-Tochter Monsanto begonnen. Die Anwälte von drei Krebspatientinnen warfen dem Unternehmen vor einem Gericht im Bundesstaat Missouri vor, das Mittel vor dem Verkauf nicht ausreichend getestet zu haben. Der Prozess gilt als wichtiger Testfall, da er sich auf eine neue juristische Argumentation stützt. Ein früheres Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA hatte Klagen wegen des Vorwurfs unzureichender Warnhinweise vor Krebsrisiken auf den Produktetiketten erschwert. Die aktuelle Klage argumentiert jedoch, das Produkt sei grundsätzlich fehlerhaft konzipiert und für den Verkauf zu unsicher.