Nach den Kapriolen vom Vortag konnte sich der DAX zum Wochenschluss etwas erholen. Im gestrigen Handel hatte Siemens mit einem neuen Rekordhoch den dt. Leitindex zeitweise wieder über die runde Marke bei 25.000 Punkten gezogen, danach war er allerdings wieder darunter gerutscht. In der Spitze kletterte der DAX bis auf 25.239 Punkte und näherte sich damit wieder seinem Rekord bei gut 25.507 Zählern. Mit dem US-Handelsstart gab er aber seine Gewinne komplett ab. Hier sorgten vor allem KI-Sorgen für gedrückte Stimmung. Anleger sind unsicher, ob die großen Tech-Firmen so viel verdienen werden, um die hohen Ausgaben zu rechtfertigen. Die Sorgen um KI und ihre negativen Folgen dehnen sich inzwischen auf immer mehr Branchen aus und sind längst nicht mehr nur ein Problem des Tech-Sektors. Die Technologiebörse Nasdaq 100 gab 2,0 % nach. Für heute stehen die US-Inflationsdaten im Fokus, die weitere Hinweise auf den Kurs der Notenbank geben sollen. Der Dow Jones verlor um 1,34 %. Hierzulande dürfte auch die inzwischen anlaufende Berichtssaison für neue Impulse sorgen.
Bei der Lufthansa ist der Flugbetrieb nach dem Streik vom Vortag wieder angelaufen. Derzeit gebe es keine Störungen oder Ausfälle, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Am Donnerstag waren wegen zeitgleicher Arbeitsniederlegungen der Piloten und der Flugbegleiter rund 800 Flüge bei der größten deutschen Fluggesellschaft ausgefallen.
Der französische Triebwerkhersteller Safran verspricht sich vom Rüstungsboom und der anziehenden Nachfrage von Flugzeugbauern deutliche Gewinnsteigerungen in den kommenden Jahren. In diesem Jahr sollte das bereinigte operative Ergebnis bereits deutlich auf 6,1 bis 6,2 Mrd. € zulegen, nachdem in 2025 5,2 Mrd. € erreicht wurden. Die mittelfristigen Aussichten bis 2028 haben sich zudem gebessert, dann sollen es 7,0 bis 7,5 Mrd. € sein. Bisher stand 1 Mrd. € weniger im Plan von Unternehmenschef Olivier Andriès. Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr um 12,5 % auf 31,2 Mrd. €. Der auf die Aktionäre entfallende Gewinn zog um 3,5 % auf 3,2 Mrd. € an. Die Aktionäre sollen eine Dividende in Höhe von 3,35 (2,90) € erhalten.
Novartis hat mit seinem Medikament Vanrafia einen klinischen Studienerfolg erzielt. Vanrafia verlangsamte den Rückgang der Nierenfunktion bei Erwachsenen mit der fortschreitenden Autoimmun-Nierenerkrankung IgA-Nephropathie (IgAN). IgAN führt dazu, dass sich die kleinen Filter in den Nieren, die Nierenkörperchen, entzünden und vermehrt Eiweiß im Urin auftritt, was als Proteinurie bekannt ist. Phase-3-Studien mit dem Medikament hätten eine Verbesserung der Filtrationsraten gezeigt, so Novartis.
Der Technologiekonzern Jenoptik will nach einem Umsatz- und Gewinnrückgang im vergangenen Jahr 2026 wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren. Der Umsatz soll steigen und die Ebitda-Marge wieder besser ausfallen. Für die wichtige Halbleiteranlagenindustrie erwartet Jenoptik dabei eine grundsätzlich positive Entwicklung – unter anderem wegen der angekündigten massiven Investitionen in Rechenzentren. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern eine schwächere Nachfrage aus der Chip- sowie der Automobilindustrie zu spüren bekommen. Dabei stabilisierte sich das Halbleiteranlagengeschäft in der zweiten Jahreshälfte, wie Jenoptik berichtete. Insgesamt sank der Umsatz vorläufigen Berechnungen zufolge um circa 6 % auf 1,05 Mrd. €. Das Ebitda gab um etwa 13 % auf 192 Mio. € nach. Einen ausführlichen Ausblick sowie Details zu den Zahlen will Jenoptik am 25. März vorlegen.
Der Vorstand und der Aufsichtsrat von Klöckner & Co. haben ihre gemeinsame begründete Stellungnahme zum freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot von Worthington Steel veröffentlicht. Nach sorgfältiger Prüfung der Angebotsunterlage sind Vorstand und Aufsichtsrat unabhängig voneinander zu der Überzeugung gelangt, dass das Angebot im besten Interesse der Gesellschaft und ihrer Stakeholder ist.