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Börsenbericht – DAX schwächer

Nachdem der DAX zum Wochenende wieder unter die Marke bei 24.000 Punkten gerutscht war, hielt er sich auch zum Beginn der neuen Börsenwoche weiterhin darunter. Der dt. Leitindex näherte sich einer Unterstützungszone, die bei 23.675 Zählern verläuft. Vor allem die erneut anziehenden Ölpreise sorgten für Zurückhaltung bei den Anlegern. "Für den Iran tickt die Uhr, und sie sollten sich besser SCHNELL bewegen, sonst wird von ihnen nichts mehr übrig bleiben", schrieb US-Präsident Donald Trump auf der Plattform Truth Social. Israel stelle sich bereits auf einen möglichen Neubeginn der gemeinsamen Angriffe im Iran ein. Zudem setzten noch Wochenschluss Gewinnmitnahmen in den USA ein, nachdem die KI-Euphorie wieder aufflammte. Die zuletzt noch im Zuge der Euphorie rund um Künstliche Intelligenz besonders stark gestiegenen, aber auch sehr konjunktursensiblen Technologiewerte verzeichneten angesichts wieder aufkommender Inflationssorgen Verluste. So fiel die Technologiebörse Nasdaq um 1,54 % auf 29.125 Punkte. Der S&P 500 büßte 1,24 % ein und der Dow Jones 1,07 %.

Das Weltraumunternehmen von Tesla-Chef Elon Musk, SpaceX, will laut Medienberichten ihren Rekord-Börsengang am 12. Juni über die Bühne bringen. Dabei wolle SpaceX bis zu 80 Mrd. $ bei Investoren einsammeln, hieß es Medienberichten zufolge unter Berufung auf Insiderkreise. Damit wäre es der mit Abstand größte Börsengang. 

Berichten zufolge könnte die Kühne Holding des Milliardärs Klaus-Michael Kühne ihre Anteile an der Lufthansa weiter ausbauen. Die Beteiligung diene der "Umsetzung der strategischen Ziele der Kühne Holding AG", sagte Verwaltungsratspräsident Karl Gernandt in einem Interview. 

Belastet wurde der Kurs der Commerzbank zum Wochenstart von einer Analystenabstufung. Das Analysehaus Keefe Bruyette & Woods stufte die Titel auf “Market perform”.

Etwas positiver entwickelte sich dagegen die Aktie von Sartorius zuletzt. Ein Bericht im “Wall Street Journal” berichtete, dass der Investor Elliott beim Sartorius-Großaktionär Bio-Rad eingestiegen sein soll. Daraus würde ein gewisses Geflecht an Beteiligungen entstehen, denn Elliott ist dem Bericht zufolge auch bei Sartorius engagiert.

Europas größter Billigflieger Ryanair rechnet wegen des Iran-Kriegs mit deutlich steigenden Kosten im laufenden Geschäftsjahr. Kerosin, Personal und Flugzeugwartung dürften teurer zu Buche schlagen, teilte die irische Fluggesellschaft mit. Im abgelaufenen Geschäftsjahr bis Ende März flog der Konzern zwar einen überraschend hohen Milliardengewinn ein. Eine Prognose für das neue Geschäftsjahr wollte Konzernchef Michael O'Leary jedoch nicht nennen. O'Leary hofft, mit den nächsten Quartalszahlen im Juli eine klarere Einschätzung abgeben zu können. Im abgelaufenen Geschäftsjahr bis Ende März steigerte Ryanair den Umsatz dank mehr Passagieren und höherer Ticketpreise um 11 % auf 15,5 Mrd. €. Der Überschuss stieg sogar um gut ein Drittel auf fast 2,2 Mrd. €. 

Thyssenkrupp setzt den Sanierungskurs in seinem Automotive-Geschäft fort und will in den USA einen Standort schließen. Betroffen ist das Chassis-Geschäft in Terre Haute im US-Bundesstaat Indiana, das bis zum 31. März 2027 geschlossen werden soll. Derzeit beschäftigt der Industriekonzern dort 230 Mitarbeiter. Das Chassis-Geschäft soll an den Produktionsstandort Hamilton verlagert werden. 

Die Roche-Krebsimmuntherapie Tecentriq (Atezolizumab) hat in den USA eine Zulassung für die Behandlung einer bestimmten Form von Blasenkrebs erhalten. Es handelt sich um die elfte Indikation für Tecentriq in den USA, wie die Roche-Tochter Genentech mitteilte. Tecentriq sei als ergänzende Therapie bei Patienten mit muskelinvasivem Blasenkrebs (MIBC) nach Entfernung der Harnblase zugelassen, bei denen Tests eine molekulare Resterkrankung feststellten, heißt es in den Mitteilungen von Genentech und der US-Medikamentenbehörde FDA. 2025 hatte der schweizerische Pharmakonzern mit Tecentriq einen Umsatz von 3,6 Mrd. CHF verzeichnet.