Der DAX hat zum Auftakt der neuen Woche seinen Aufwärtskurs fortgesetzt. Für steigende Kurse zum Wochenstart sorgten unter anderem Kursgewinne bei den Rüstungskonzernen: Rheinmetall, Hensoldt und Renk legten infolge der Pause bei den US-Iran-Gesprächen zu. Die Gespräche zwischen den beiden Staaten sind nach iranischen Angaben vorerst beendet, sollen aber fortgesetzt werden. Die Positionen liegen weit auseinander – auch was die Agenda der Beratungen betrifft. US-Präsident Donald Trump hat mehrfach mit einem Militärschlag gegen den Iran gedroht, sollte es keine Einigung geben.
Das deutsche Indexschwergewicht befindet sich mitten in einer technischen Erholung, und es muss sich erst noch zeigen, ob die Arbeitsmarktdaten am Mittwoch und die Inflationszahlen am Freitag aus den USA ausreichen, um den Widerstand bei 25.000 Punkten nach oben zu durchbrechen. Experten erhoffen sich neue Impulse für den künftigen Kurs der US-Notenbank Fed erhoffen. Derzeit wird erwartet, dass die Fed den Leitzins in 2026 zwei Mal senken wird. Zusätzlich werden die diese Woche anstehenden Berichte der Unternehmen genauestens unter die Lupe genommen. Zur Wochenmitte stehen hierzulande die Berichte der Commerzbank, der Dt. Börse sowie von Siemens Energy auf der Agenda. Danach folgen Mercedes-Benz und Siemens, sowie einige vorläufige Zahlen aus der zweiten und dritten Reihe.
Der Aromen- und Duftstoffkonzern DSM-Firmenich will sich von seinem Geschäft mit Tierernährung und -gesundheit trennen. Dieses soll für 2,2 Mrd. € mehrheitlich an den Finanzinvestor CVC verkauft werden. DSM-Firmenich will aber einen Anteil von 20 % an seiner Sparte Animal Nutrition & Health (ANH) behalten. Die Transaktion soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.
Angetrieben von einer Kaufempfehlung der Schweizer Großbank UBS zogen die Titel des Online-Portalbetreibers Scout24 zeitweise an.
Nach Gewinnmitnahmen stieg auch der Kurs von Rheinmetall zwischenzeitig an. Nachdem sich die Aktie ihrem Rekordhoch genähert hatte, setzten Gewinnmitnahmen ein. Experten rechnen mit einer wieder einsetzenden Erholung, da Rheinmetall von dem erhöhten Verteidigungbedarf profitieren wird. Laut dem Vorsitzenden der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, könnte sich die russische Bedrohung an der NATO-Ostflanke mit einem Waffenstillstand in der Ukraine verschärfen.
Im MDAX zeigten die Titel von Bechtle weiterhin Schwäche. Sie knüpften mit einem Abschlag an ihre jüngste Talfahrt an, die in der Vorwoche ihren Ursprung hatte in Form von enttäuschenden Jahreszielen.