Nachlassende Inflationssorgen und starke Quartalsberichte hatten den DAX zum Beginn des Monats von Rekord zu Rekord getrieben. Nachdem der Großteil der Unternehmen hierzulande ihre Berichte vorgelegt hatten, hielt sich der dt. Leitindex zum Ende der vergangenen Woche weiterhin in der Nähe seines jüngsten Rekordhoch. Die Chancen auf weitere Kursgewinne bleiben jedoch hoch. Im Verlauf der vergangenen Woche erreichte der DAX bei 26.573 Punkten ein neues Allzeithoch. Die Situation im Nahen Osten bleibt derweil angespannt. Die Energiepreise bleiben angesichts der Lage im Iran hoch – die Hoffnungen, dass es doch noch zu einem Abkommen zwischen den USA und dem Iran kommt, sanken zuletzt. Der iranische Außenminister Abbas Aragtschi hatte erklärt, dass das Regime noch nicht entschieden habe, ob es die Gespräche wieder aufnehme. Für weitere Spannungen dürften die jüngsten Aussagen von US-Präsident Donald Trump sorgen. Er will die Straße von Hormus nach dem Ende des Iran-Kriegs zu US-Territorium erklären. „Sobald wir den Iran besiegt haben – der gerade eine vernichtende Niederlage erleidet –, werde ich die Hormus-Straße zum Territorium der Vereinigten Staaten erklären", sagte er bei einem Auftritt im Bundesstaat New York. Derweil war der monatliche US-Arbeitsmarktbericht schwach ausgefallen. Hinzu kam ein leichter Rückgang der US-Inflation, wodurch die Chance auf eine Zinsanhebung der US-Notenbank Fed im September gesunken ist. Schwächere Wirtschaftsdaten hatten Anleger an der Wall Street skeptisch gestimmt. Der Dow Jones schloss 0,2 % leichter und der S&P 500, der am Vortag noch ein neues Rekordhoch erreicht hatte, schloss ebenfalls 0,2 % tiefer. Die Technologiebörse Nasdaq gab um 0,13 % nach.
Der Spezialmotorenhersteller Steyr Motors hat seine Prognose für das laufende Jahr angepasst und seine Mittelfristprognose zurückgenommen. Als Grund nannte der Konzern Verzögerungen bei internationalen Defence-Projekten, wodurch geplante Umsätze von rund 10 Mio. € nicht realisiert werden konnten. Beim Umsatz wird nun mit 56 bis 61 Mio. € gerechnet, statt wie bisher mit 75 bis 95 Mio. €. Die Guidance für 2027 wurde gestrichen.
Der Turnaround von Target nimmt Medienberichten zufolge an Fahrt auf. Der Einzelhändler habe im Laufe des Frühjahrs an Dynamik gewonnen, wobei die Kundenfrequenz jeden Monat zugenommen habe, bevor sie im Juli um 7,3 % in die Höhe schnellte, was die stärkste Leistung des Jahres darstelle. Die sich verbessernden Trends folgen auf das positive Ergebnis von Target bei den flächenbereinigten Umsätzen im letzten Quartal. Target wird seine Ergebnisse für das 2. Quartal am Mittwoch vorlegen.
Alibaba verkauft seine Videospiel-Sparte für mindestens 1,5 Mrd. $. Das chinesische Unternehmen verlagert seinen Fokus auf Künstliche Intelligenz. Laut einer internen Mitteilung, hat Alibaba eine Vereinbarung zum Verkauf von Lingxi Games an die asiatische Private-Equity-Firma Trustar Capital getroffen. Die Veräußerung ist Teil der umfassenderen Bemühungen des chinesischen E-Commerce-Unternehmens, sich von Bereichen außerhalb des Kerngeschäftes zu trennen und seine Finanzen zu stärken, während es die Investitionen in KI erhöht.