Nach dem jüngsten Kursrutsch trat der DAX zuletzt mehr oder weniger auf der Stelle. Allerdings hatte der dt. Leitindex jüngst die runde Marke bei 26.000 Punkten preisgegeben und rutschte auch unter die 50-Tage-Linie. Der anhaltende Anstieg der Ölpreise schürt weiter Inflationssorgen. Passend zum generellen Preisauftrieb dürfte die EZB am frühen Nachmittag den Leitzins zum zweiten Mal in diesem Jahr erhöhen. Die Ölpreise stabilisierten sich zuletzt angesichts der unveränderten Lage am Persischen Golf auf dem zuletzt erreichten hohen Niveau. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im November kostete zuletzt rund 101 $. Medienberichten zufolge ist es wieder um die Straße von Hormus zu Explosionen gekommen. Betroffen seien die Insel Gheschm in der Meerenge sowie die Städte Sirik und Minab, berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna. Die Explosionen hätten sich auf dem Meer ereignet, hieß es weiter. Das US-Militär hatte zuletzt mehrfach iranische Öltanker in der Straße von Hormus oder angrenzenden Gewässern angegriffen. Die Leitindizes an der Wall Street haben zur Wochenmitte nachgegeben. Der Dow Jones schloss 0,77 % leichter. Für den S&P 500 ging es um knapp 0,5 % auf 7.636 Punkte bergab. Dank positiver Nachrichten von Meta konnte die Nasdaq die Kursverluste auf 0,29 % begrenzen.
Meta hat die Einführung des KI-Assistenten "Muse" bekannt gegeben. Dieser soll dafür sorgen, dass der Konzern künftig vom KI-Boom profitieren dürfte. Analysten sehen Meta damit positioniert, um mit diesem Verbraucherprodukt Erfolge zu feiern.
Der Kurs von Rheinmetall rutschte zwischenzeitig unter die Marke von 1.000 € und setzte seine jüngste Korrektur fort. Analyten sind inzwischen kritischer, was die Umsetzung der Rekordaufträge betrifft. Zudem sorgt die Stärke der AfD für Sorgen um die Zeitenwende der Rüstungsinvestitionen seit der Ukraine-Invasion Russlands 2022. Die US-Großbank JPMorgan äußerte sich zuletzt skeptisch. Die "neuen Produkte" aus den Bereichen Drohnen, autonome Waffensysteme und Weltraum stammten eher aus Gemeinschaftsunternehmen. Konkret geht JPMorgan daher von geringeren Ergebnissen in der konzerneigenen Bilanz aus.
Der Lkw-Hersteller Daimler Truck will bis Ende des Jahrzehnts einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag in Wasserstoff-Lkw investieren. "Wir haben viel in batterieelektrische Fahrzeuge investiert, aber jetzt nehmen wir im nächsten Schritt sehr viel Geld in die Hand, um Wasserstoff zum Erfolg zu verhelfen", sagte CEO Karin Rådström.