Auch heute dürfte sich die Erholung im DAX fortsetzen, auch wenn sich die 25.000 Punkte-Marke weiterhin als Hürde erweisen dürfte. Zu Wochenbeginn gelang dem dt. Leitindex, dank guter Vorgaben von der Wall Street zeitweise der Sprung über diese Marke. Das eine Woche alte, nächste Zwischenhoch liegt knapp unter 25.100 Zählern. Im Handelsverlauf ging den US-Leitindizes derweil etwas der Schwung verloren: Die Technologiebörse Nasdaq 100 hielt sich aber letztlich über der zurückeroberten 100-Tage-Linie und beendete den Handel mit einem Plus von 0,77 %. Der S&P 500 ist derweil in Lauerstellung, seinen Rekord von Ende Januar zu toppen. Vor dem US-Arbeitsmarktbericht zur Wochenmitte könnten es die Anleger aber zunächst ruhiger angehen lassen. Letztlich verbuchte der S&P 500 ein Plus von 0,47 %. Nach seinem Rekordhoch über 50.000 Punkten am Freitag hat sich der Dow Jones zum Wochenstart über der runden Marke behauptet. Nachdem der US-Leitindex im frühen Handel zunächst weiter bis auf etwas über 50.219 Zähler gestiegen war, beendete er den Handel mit plus 0,04 %. In der vergangenen Woche hatten es vor allem die Tech-Werte schwer: Aus Sorge vor zu hohen Investitionen in KI hatten Anleger in traditionelle Aktie umgeschichtet.
Der Versicherungskonzern Talanx (HDI) hat trotz der verheerenden Waldbrände in Kalifornien so viel verdient wie nie zuvor. Der Überschuss wuchs auf Basis vorläufiger Berechnungen um ein Viertel auf 2,48 Mrd. €. Damit erreichte der Konzern sein Gewinnziel, das im November auf mehr als 2,4 Mrd. € angehoben wurde. Für 2026 hat sich das Management bereits im Herbst eine weitere Steigerung auf etwa 2,7 Mrd. € vorgenommen. Insgesamt erwirtschafte Talanx im vergangenen Jahr einen Versicherungsumsatz von 49,0 Mrd. € – währungsbereinigt rund 5 % mehr als im Vorjahr. Die vollständigen Jahreszahlen und den Dividendenvorschlag für das Jahr 2025 will der Konzern am 18. März veröffentlichen.
Der Reisekonzern TUI ist dank guter Geschäfte mit Hotels und Kreuzfahrten so gut ins Winterhalbjahr gestartet wie nie zuvor. Im reiseschwachen und früher meist defizitären ersten Geschäftsquartal bis Ende Dezember stieg das bereinigte Ebit um rund die Hälfte auf gut 77 Mio. €. Auf die Aktionäre entfiel unter dem Strich ein Verlust von knapp –44 Mio. €. Ein Jahr zuvor hatte dieser aber noch rund doppelt so hoch gelegen.
Angesichts des unsicheren Marktumfelds wird der Fernwartungssoftwareanbieter TeamViewer vorsichtig für das neue Jahr. Das Management um Chef Oliver Steil rechnet damit, dass der Umsatz 2026 währungsbereinigt stagnieren oder um bis zu 3 % wachsen wird. Gegenüber dem vergleichbaren Pro-Forma-Umsatz von 767,5 Mio. € aus dem Vorjahr wären das bis zu rund 790,5 Mio. € Erlös. Im Oktober hatte TeamViewer noch eine Spanne von 790 bis 825 Mio. € Umsatz auf Jahressicht in Aussicht gestellt, dann aber im Schlussquartal nur das untere Ende der eigenen Erwartungen erreicht. Strategische Initiativen sollen das Umsatzwachstum beschleunigen, mittelfristig strebt das Unternehmen wieder ein Plus im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich an. Der Nettogewinn 2025 ging um 4 % auf 118,2 Mio. € zurück.