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Börsenbericht – Erholung hält an

Nachdem bereits zum Wochenstart die sinkenden Ölpreise die Stimmung an den Börsen gesteigert hatten, knüpfte der DAX auch zuletzt an den Kursgewinnen an. Das Rekordhoch bei 25.900 Punkten rückte wieder ins Sichtfeld. Der Preis für ein Barrel der Nordsee-Ölsorte Brent entfernte sich weiter von der 100 $-Marke. Vor allem die Hoffnungen auf eine Deeskalation im Nahen Osten sorgte für den Preisrückgang bei Öl und Gas. In den USA drückten indes die Sorgen vor der Rentabilität der KI-Investitionen der Tech-Schwergewichte die Stimmung. Hinzu kommt die Furcht vor der zunehmenden Konkurrenz aus China. Nach anfänglichen Gewinnen gaben die Leitindizes der Wall Street ihre Gewinne teils wieder ab. Der Dow Jones beendete den Handel 0,5 % fester, während der S&P 500 mehr oder weniger auf der Stelle trat. Die Schwäche der Chip-Werte drückte die technologielastige Nasdaq um 0,3 % gen Süden. 

Johnson & Johnson wird den jahrelangen Rechtsstreit um mutmaßlich krebserregendes Babypuder mit einem Milliardenvergleich beilegen. Der Konsumgüterkonzern zahlt 5,5 Mrd. $, um zehntausende Klagen beizulegen. Mit dem Vergleich sollen fast alle verbleibenden Klagen beigelegt werden, in denen dem Unternehmen vorgeworfen wird, seine Talkum-Produkte hätten Eierstockkrebs verursacht. J&J hat die Vorwürfe stets bestritten und die Sicherheit seiner Produkte betont. Der Konzern hatte den Verkauf von Babypuder auf Talkumbasis in den USA bereits 2020 eingestellt. 

Die US-Luftfahrtbehörde FAA warnt vor möglicherweise falsch montierten Sitzen in Hunderten Boeing 737-MAX-Jets und fordert deren Inspektion. Bei einer Notlandung oder starken Turbulenzen könnten sich die Sitze aus der Verankerung lösen, Passagiere verletzen und Fluchtwege blockieren, teilte die Behörde mit. Betroffen seien 453 in den USA registrierte Flugzeuge. Ein Boeing-Sprecher erklärte, der Konzern habe die Fluggesellschaften bereits im Dezember 2025 über das Problem informiert und unterstütze die Anordnung der FAA.

Der Triebswerksbauer und Luftfahrt-Zulieferer Safran schraubt nach guten Geschäften mit Turbinen und Ersatzteilen seine Erwartungen für 2026 nach oben. Der bereinigte operative Gewinn soll nun 6,4 bis 6,5 Mrd. € erreichen. Das sind am oberen und unteren der Spanne jeweils 300 Mio. € mehr als zuvor angekündigt. Grund für den Optimismus sind höhere Auslieferungen der Triebwerke für die Mittelstreckenjets von Boeing und Airbus. Auch von Ersatzteilen und Dienstleistungen verspricht sich Safran-Chef Olivier Andriès mehr Umsatz als bislang.

Der Fernwartungssoftwarespezialist TeamViewer musste auch im 2. Quartal einen Umsatzrückgang verbuchen. Mit 182,7 Mio. € sank der Erlös im Jahresvergleich um 4,1 %. Währungsbereinigt lag das Minus nur bei 1,4 %. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen gab um 6 % auf 78,9 Mio. € nach. Der Nettogewinn stieg indes um gut ein Drittel auf 30,1 Mio. €. Hier hatten Währungsaufwendungen ein Jahr zuvor deutlich negativer zu Buche geschlagen.

Stellantis und Mutares haben heute eine Vereinbarung über den Verkauf der gesamten Beteiligung von Stellantis am Carsharing-Geschäft von Free2move an Mutares bekannt gegeben. Der Abschluss der Transaktion wird vorbehaltlich der üblichen Vollzugsbedingungen bis Ende 2026 erwartet. Free2move bietet kurz- und langfristige Free-Floating-Carsharing-Dienste an, die rund um die Uhr über eine eigene mobile Applikation buchbar sind. 

Auch der Autokonzern Mercedes-Benz musste im Pkw-Geschäft im 2. Quartal in China einen Rückgang verbuchen. Angesichts der Entwicklung dort wird der Vorstand vorsichtiger für das laufende Jahr. So wird konzernweit nun statt eines Umsatzes auf Vorjahresniveau mit einem leichten Rückgang gerechnet.  

Eine Empfehlung des französischen Investmenthauses Exane BNP hat dem Aktienkurs von K+S neuen Anschub verliehen. Analyst David Symonds hat das Kursziel für K+S von 12 auf 19 € erhöht und die Aktien von "Underperform" auf "Outperform" erhöht.