Nach der Freude über die Waffenruhe im Iran zur Wochenmitte befinden sich die Anleger nun in Wartestellung. Vor allem die Erkenntnis, dass es noch einige Zeit dauern dürfte, bis "Normalität" eintritt, sorgte für Zurückhaltung. An den europäischen Aktienmärkten fehlten zuletzt Anschlusskäufer – zudem haben die Ölpreise wieder etwas angezogen, nachdem sie zur Wochenmitte eingebrochen waren. Der DAX muss nun zeigen, ob er die runde Marke bei 24.000 Punkten verteidigen kann. Zudem erweist sich die vereinbarte Waffenruhe als brüchig. Nach Luftangriffen von Israel auf den Libanon droht der Iran die Waffenruhe platzen zu lassen. Die USA müssten sich entscheiden – "entweder Waffenruhe oder Fortsetzung des Krieges via Israel. Sie können nicht beides haben", schrieb Außenminister Abbas Araghtschi auf der Plattform X. Die erneut zunehmenden Spannungen sorgten für einen Anstieg der Ölpreise. Auch die Öffnung der Straße von Hormus scheint kaum stattzufinden. An der Wall Street wurde die Entspannung im Iran im gestrigen Handel noch gefeiert: Der Dow Jones schloss 2,9 % fester und der S&P 500 legte um 2,5 % zu. Die Technologiebörse Nasdaq kletterte um 2,8 % gen Norden.
Das Halbleiterunternehmen Elmos Semiconductor will 540.000 eigene Aktien einziehen. Dies entspreche 3,05 % des Grundkapitals. Das Grundkapital sinkt damit auf 17,16 Mio. €. Mit der Maßnahme solle die künftige Flexibilität mit Blick auf mögliche Aktienrückkäufe erhöht werden, hieß es zu Begründung. Aus technischen Gründen sollen die Papiere erst nach der ordentlichen Hauptversammlung am 27. Mai 2026 eingezogen werden.
Der Verpackungsspezialist Gerresheimer muss den Nebenwerteindex SDAX verlassen. Vor dem Hintergrund der Aufarbeitung von Bilanzierungsfehlern hat das Unternehmen bis zum 31. März den testierten Jahres- und Konzernabschluss nicht vorgelegt. Den Platz von Gerresheimer wird der Technologiespezialist Shelly Group einnehmen. Der Wechsel wird ab dem 10. April wirksam.