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Börsenbericht – Fokus verlagert

Die Berichtssaison in den USA neigt sich langsam, aber sicher dem Ende zu, während sie hier auf ihren Höhepunkt zugeht. Neben den Quartalsergebnissen der Unternehmen dürfte daher auch wieder die Geld- und Geopolitik in den Fokus der Anleger rücken. Zum Wochenschluss war der DAX im Handelsverlauf noch auf ein neues Rekordhoch bei 26.445 Punkten geklettert und schloss letztlich leicht darunter. Die erste Augustwoche verbuchte der dt. Leitindex damit ein Plus von 2,7 %. Mit dem Ende der US-Berichtssaison dürfte auch wieder die Lage im Nahen Osten in den Fokus der Aufmerksamkeit rücken. Eine Einigung zwischen den USA und dem Iran scheint es auch weiterhin nicht zu geben, obwohl US-Präsident Donald Trump in der vergangenen Woche eine „baldige“ Einigung angekündigt hatte. Zusätzlich stehen die US-Inflationsdaten für den Monat Juli an. Experten rechnen damit, dass sie stabil bei 3,5 % geblieben sein dürfte – damit ist sie jedoch weiterhin weit entfernt von dem 2 %-Ziel. Damit stellt sich die Frage, ob die US-Notenbank Fed im September eine Leitzinserhöhung beschließen könnte. Die jüngsten US-Jobdaten, die zum Wochenende veröffentlicht wurden, waren unerwartet schlecht ausgefallen. Dadurch sind Zinserhöhungen zwar unwahrscheinlicher geworden. An der Wall Street schlossen die Leitindizes die vergangene Woche freundlich ab. Der Dow Jones legte um 0,28 % zu und verbuchte auf Wochensicht einen Anstieg um 2,96 %. Der S&P 500 schloss 0,62 % fester und die Technologiebörse Nasdaq beendete den Handel 1,19 % fester. 

Die Aktien von Aumovio profitierten zeitweise von einer Empfehlung der Investmentbank Bernstein. Experte Harry Martin traut den Papieren mit 54 € deutliche Rekorde zu und empfahl sie mit „Outperform“. 

Der Finanzdienstleister Hypoport sieht sich auf Kurs zu seinen Jahreszielen. Im Gesamtjahr will das Unternehmen den Rohertrag weiterhin auf mindestens 280 Mio. € steigern. Das Ebit soll 40 bis 55 Mio. € erreichen. Das Unternehmen hatte bereits Ende Juli vorläufige Zahlen vorgelegt. Im Halbjahr 2026 steigerte das Unternehmen seinen Rohertrag wie bereits bekannt um 5 % auf knapp 138 Mio. €. Der operative Gewinn legte um ein Fünftel auf 19,3 Mio. € zu. Unter dem Strich verdiente Hypoport 13 Mio. € – gut ein Viertel mehr als im Vorjahr.

Trotz der gestrichenen Milliardeninvestitionen will der US-Pharmakonzern Eli Lilly seine Produktionsstätte für Medikamente in Alzey im kommenden Jahr eröffnen. Die Reduktion werde sich auf den Ausbau der Fertigungsbereiche sowie die Produktionskapazitäten beziehen, sagte ein Unternehmenssprecher. Die Amerikaner wollten bislang 2,5 Mrd. $ in die neue Produktionsstätte für injizierbare Medikamente im rheinhessischen Alzey stecken. Wegen der Sparpläne der Bundesregierung im Gesundheitswesen hat der US-Pharmakonzern angekündigt, den noch ausstehenden Umfang des Projekts um 50 % gegenüber der ursprünglichen Planung zu reduzieren.

Der Auto- und Industriezulieferer Stabilus muss sich erneut einen neuen Finanzvorstand suchen. Andreas Jaeger habe den Aufsichtsrat gebeten, seinen Vertrag aus persönlichen Gründen vorzeitig aufzulösen, teilte das Unternehmen mit. Das Gremium sei dieser Bitte "mit Bedauern und im gegenseitigen Einvernehmen" nachgekommen. Jaeger habe sein Amt mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Die Aktie geriet nach der Meldung zwischenzeitig unter Druck.