Nachdem die Börsen mit Freude auf die ersten Ergebnisse der Midterms reagierten und der DAX sogar ein neues Rekordhoch erreichte, setzte zum Wochenschluss Katerstimmung ein. Vor allem die aufflammende Furcht vor einer strengeren KI-Regulierung sorgte bei den Tech-Werten, die in den vergangenen Monaten immer wieder unter Druck gerieten, für Kursverluste. Bereits in den vergangenen Monaten sorgten sich Anleger um die horrenden Investitionen in Künstliche Intelligenz und ob sich diese in Gewinne umwandeln lassen. Im gestrigen Handel erreichte der dt. Leitindex bei 26.693 Punkten eine neue Bestmarke, bevor er im Sog der Wall Street letztlich mit einem leichten Minus aus dem Handel ging. Auch zum Wochenschluss setzte der dt. Leitindex zunächst weiter zurück und näherte sich wieder der 26.000 Zähler-Marke. An der Wall Street sorgte die Schwäche der Tech-Werte für Kursverluste bei den Leitindizes. Der Index der Technologiebörse Nasdaq brach um 5,5 % auf 24.315 Punkte ein. Der S&P 500 verlor 4,4 % auf 7.354 Zähler, während der Dow Jones um 3,4 % auf 51.523 Stellen nachgab.
Der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck hat im 3. Quartal von der Erholung auf dem im Vorjahr sehr schwachen US-Markt profitiert. Der Umsatz des Industriegeschäfts – also ohne Finanzdienstleistungen gerechnet – kletterte auf 11,6 Mrd. €. Das um Sondereffekte bereinigte Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern stieg auf 1,12 Mrd. €. Der Auftragseingang legte um 10 % zu.
Stabilus wird wegen gesenkter Erwartungen an das Geschäft in China und Nordamerika vorsichtiger für die Zukunft. 2030 dürfte der Umsatz bei 1,5 Mrd. € liegen, teilte der Auto- und Industriezulieferer mit. Bisher hatte das Unternehmen hier 500 Mio. € mehr angepeilt. Die bereinigte Ebit-Marge soll noch bei 12 bis 15 %, statt wie bisher bei 15 % liegen. Im 4. Quartal sank der Umsatz zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 4,4 % auf 302,1 Mio. €. Das bereinigte Ebit verlor von 34,0 auf 28,9 Mio. €. An die Aktionäre sollen 0,22 (0,35) € je Anteilschein ausgeschüttet werden.
Der Mobilfunkanbieter Freenet lässt seine Anteilseigner an dem durch den Verkauf von Ceconomy-Aktien ausgelösten Geldsegen teilhaben. Im laufenden und/oder kommenden Geschäftsjahr sollen für bis zu 75 Mio. € eigene Papiere zurückgekauft werden. Die so erworbenen eigenen Aktien sollen eingezogen werden, was den Gewinn je Anteilschein rechnerisch erhöht.
Nach einem guten Q3 blickt der Nutzfahrzeug-Zulieferer Jost zuversichtlicher auf das laufende Jahr. Beim Umsatz rechnet das Unternehmen für 2026 jetzt mit einem Anstieg von 9 bis 11 % im Vergleich zum Vorjahr. Bislang hatte Jost ein Wachstum im einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt. "Die Anhebung beruht auf dem bislang erzielten Umsatz sowie auf weiteren Cross-Selling-Synergien aus der Hyva-Integration", teilte das Unternehmen überraschend mit. Das bereinigte Ebit soll der neuen Prognose zufolge um 11 bis 14 % anziehen. Bislang hatte der Konzern beim operativen Ergebnis ein Plus im mittleren bis oberen einstelligen Prozentbereich angepeilt. Im 3. Quartal zog der Umsatz um 11 % an. Das bereinigte Ebit stieg um 12 %. Die detaillierten Zahlen will Jost wie geplant am 12. November vorlegen.