Das Hin und Her zwischen dem Iran und den USA sorgte zu Wochenbeginn erneut für Verunsicherung an den Märkten. Zum Wochenende hatten sich Anleger erfreut gezeigt, dass die Gespräche zwischen den USA und dem Iran, nach Angaben von US-Präsident Donald Trump, vorankommen. Nun hat der Iran die Straße von Hormus wieder gesperrt. Außerdem hat die US-Marine Berichten zufolge am Sonntag einen iranischen Frachter angegriffen und unter ihre Kontrolle gebracht. Als Reaktion stiegen die Ölpreise wieder deutlich und die Unsicherheit ist zurück. Ob es vor dem Ende der vereinbarten Waffenruhe zur Wochenmitte zu einer Einigung kommt bleibt fraglich. Vor dem Wochenende war der DAX hatte sich der DAX deutlich über der 24.000 Punkte-Marke abgesetzt. Auch wenn der Ton von Seiten der USA wieder schärfer wurde, betont die US-Regierung, dass sie weiter im Dialog mit der iranischen Regierung stehe. An der Wall Street hatte der Optimismus vor dem Wochenende noch für steigende Kurse gesorgt. Der S&P 500 sowie die Technologiebörse Nasdaq hatten den dritten Tag in Folge neue Höchststände erreicht. Der Dow Jones erklomm den höchsten Stand seit Ende Februar. Angesichts der Entwicklungen am Wochenende dürften die US-Leitindizes jedoch schwächer in die neue Börsenwoche starten.
Der Hersteller von Aluminium, Aluminiumoxid und Bauxit, Alcoa, meldete für das 1. Quartal einen im Vergleich zum Vorjahr geringeren Umsatz und Gewinn. Die Blockade in der Straße von Hormus, einem wichtigen Transportweg für Aluminiumoxid, zu einem geringeren Versandvolumen im Quartal geführt habe. Alcoa bekräftigte dennoch seinen Ausblick für das Gesamtjahr, obwohl die Erwartungen für das 1. Jahresviertel verfehlt wurden.
Wacker Chemie hat im Q1 von vorgezogenen Kundenbestellungen angesichts des Iran-Kriegs profitiert und seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr angehoben. Das Ebitda liegt voraussichtlich bei 173 Mio. €. Damit übertraf das Spezialchemieunternehmen die eigene Prognose von 140 bis 160 Mio. €. Der Umsatz landete bei rund 1,41 Mrd. €. Wegen der anhaltenden Unsicherheiten und schwankender Auftragseingänge behält das Unternehmen seine Ebitda-Prognose für das Gesamtjahr von 550 bis 700 Mio. € bei. Beim Umsatz rechnet Wacker Chemie nun mit einem Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich, nachdem zuvor ein Plus im niedrigen einstelligen Bereich in Aussicht gestellt worden war.
Der Baustoffkonzern Heidelberg Materials wird Mehrheitseigner des türkischen Zement- und Baustoffherstellers Akcansa. Heidelberg Materials habe dem Kauf eines Anteils von 39,72 % an Akcansa vom türkischen Konzern Sabanci zugestimmt, teilte der DAX-Konzern mit. Damit erhöhe sich die Beteiligung auf 79,44 %. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt.