Zur Wochenmitte dürfte der DAX die wichtige Marke von 25.000 Punkten erneut überschreiten. Seit Mitte Januar versucht der dt. Leitindex, diese Charthürde zu nehmen, fiel aber immer wieder darunter zurück. Zeitweise konnte er zwar bis auf 25.239 Punkte zulegen, letztlich fehlten bisher allerdings die Anschlusskäufe. Die Sorgen über belastende Auswirkungen Künstlicher Intelligenz in der Software-Branche haben derweil die US-Aktienmärkte zuletzt weiter im Zaum gehalten. Nach dem feiertagsbedingt langen Wochenende beendete der Dow Jones den ersten Handelstag der Woche mit einem minimalen Plus von 0,07 % auf 49.533 Zähler. Die Aktien etlicher Software-Anbieter gerieten unter Druck. Nachdem das Thema KI in den vergangenen Jahren ein großer Kurstreiber war, rücken statt der Chancen mögliche Verlierer des KI-Hypes in den Fokus. Die Technologiebörse Nasdaq 100 fiel zeitweise auf den tiefsten Stand seit fast drei Monaten. Letztlich betrug das Minus noch 0,2 % auf 24.696 Punkte. Der S&P 500 lag mit 6.842 Punkten moderat im Plus, nachdem er im frühen Handel auf den tiefsten Stand seit Mitte Dezember gerutscht war. Der japanische Aktienmarkt konnte zur Wochenmitte indes deutlich zulegen. Der Nikkei kletterte kurz vor Handelsende um 1,3 % nach oben. Positive Exportdaten sorgten für etwas Rückenwind. Japans Exporte stiegen so schnell wie seit mehr als drei Jahren nicht mehr. In China ruht der Handel wegen des chinesischen Neujahrsfestes.
Der Aktienkurs von EssilorLuxottica sind vorübergehend unter Druck geraten. Grund ist ein Bericht, dass Apple seine Arbeit an einer konkurrierenden, KI-gestützten Datenbrille voranbringen will. Apple peile eine Markteinführung seiner Datenbrille für 2027 an, wie es in einem Medienbericht hieß. Eine Kooperation zwischen Meta und EssilorLuxottica hat bisher den US-Markt für Datenbrillen dominiert.
Der Vorstand von Steyr Motors hat den Grundsatzbeschluss gefasst, den operativen Geschäftsbetrieb der Gesellschaft im Wege einer Abspaltung zur Aufnahme gemäß den Bestimmungen des Spaltungsgesetzes auf eine neu zu gründende, 100 %ige Tochtergesellschaft zu übertragen. Ziel der Maßnahme ist die künftige Ausrichtung der Steyr Motors AG als strategische Führungs- und Steuerungsholding des Steyr Motors Konzerns. Mit der geplanten Trennung von Holding- und operativem Geschäft schafft die Gesellschaft die strukturellen Voraussetzungen für die weitere Umsetzung ihrer Wachstums- und Expansionsstrategie, insbesondere im Hinblick auf geplante Akquisitionen und den Ausbau neuer Geschäftsfelder sowie technologischer Lösungen, hieß es vom Unternehmen.
Talanx hat die angestrebte Komplettübernehme zweier polnischer Töchter unter Dach und Fach gebracht. Wie der Versicherungskonzern mitteilte, hat er von seinen Kaufoptionen auf die von der Meiji Yasuda Life Insurance Co gehaltenen Anteile der Tochtergesellschaften Towarzystwo Ubezpieczeń i Reasekuracji Warta (Warta) (24,3 %) und Towarzystwo Ubezpieczeń Europa (TU Europa) (50,0 % minus eine Aktie) Gebrauch gemacht und die Minderheitsanteile der Japaner an den polnischen Versicherern übernommen.
Die im MDAX gelistete Lufthansa will künftig enger mit der Fluggesellschaft Air India zusammenarbeiten, um neue Wachstumschancen zu nutzen, die sich im Rahmen des im Januar geschlossenen Freihandelsvertrages zwischen Indien und der Europäischen Union (EU) ergeben. Die beiden Unternehmen unterzeichneten jüngst eine entsprechende Absichtserklärung (Memorandum of Understanding). Diese bilde den Rahmen für ein zukünftiges "Joint Business Agreement" zwischen den Fluggesellschaften der Lufthansa Group sowie Air India und Air India Express.
Laut Netflix Co-CEO Ted Sarandos würde der Streaming-Konzern im Falle eines erfolgreichen Fusionsabschlusses die Film- und Fernsehstudios von Warner Bros. Discovery und die HBO-Sparte weitgehend so weiterführen, wie sie heute betrieben werden. Netflix würde zudem in das Wachstum dieser Organisationen investieren, sagte er bei einem Auftritt auf CNBC. Der Deal würde einen Mehrwert für die Aktionäre von Warner schaffen und, was ebenso wichtig sei, das Unterhaltungsgeschäft weiter wachsen lassen, so Sarandos.
Meta erweitert seine Zusammenarbeit mit Nvidia in einem neuen Deal, bei dem das Social-Media-Unternehmen Chips und andere Hardware im Wert von mehreren 10 Mrd. $ für seine Anforderungen im Bereich Künstliche Intelligenz erwerben wird. Meta plant, Millionen von Nvidias Blackwell- und Rubin-GPUs sowie eine "signifikante Anzahl" von Nvidias Grace- und Vera-CPUs einzusetzen, um seine Rechenzentren auszubauen, wie die Unternehmen am Dienstag mitteilten. Obwohl Meta bereits seit über einem Jahrzehnt Kunde von Nvidia ist, wird erwartet, dass die neue Initiative Meta, einen der größten Entwickler von KI-Modellen, noch enger an Nvidias Hard- und Software-Ökosystem bindet.
Bayer legt Klagen gegen seine US-Agrarchemie-Tochter Monsanto im Zusammenhang mit dem Unkrautvernichter Roundup bei. Wie der Konzern mitteilte, hat Monsanto einen Sammelvergleich geschlossen. Bayer erhöht dafür seine Rückstellungen von 7,8 auf 11,8 Mrd. € und verschiebt die für kommende Woche geplante Bilanzpressekonferenz auf den 4. März. Der Sammelvergleich soll sämtliche Klagen – anhängige und künftige – abdecken, bei denen eine Erkrankung am Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) auf Roundup zurückgeführt wird. Der Vergleich ist längerfristig angelegt und umfasst Auszahlungen von maximal 7,25 Mrd. $ über bis zu 21 Jahre. Der Vergleich muss vom Gericht genehmigt werden.
Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat einen Auftrag zur Lieferung von acht Waffensystemen von der schwedischen Marine erhalten. Der Auftrag sei ein "wichtiger Markterfolg", da das Waffensystem damit erstmals bei einem NATO-Kunden platziert werde. Der 1. Abruf aus dem Rahmenvertrag hat ein Volumen von rund 63 Mio. € und wurde im Februar 2026 verbucht. Die Auslieferung des ersten Systems ist bis Februar 2028 vorgesehen.