Der DAX profitierte zuletzt von den guten Vorgaben aus Asien und näherte sich wieder seinem Rekordhoch, welches er zur Wochenmitte erreicht hatte. Zwischenzeitig war der dt. Leitindex zur Wochenmitte bis auf 26.573 Zähler angesprungen, bevor Gewinnmitnahmen einsetzten. Neben guten Vorgaben von den asiatischen Börsen sorgte auch der zeitweise sinkende Ölpreis für positive Impulse. Die Lage im Nahen Osten bleibt aber auch weiterhin unsicher. Der Iran widersprach zuletzt wiederholt den Aussagen von US-Präsident Trump, wonach die USA die Kontrolle über die Straße von Hormus hätten. An der Wall Street stützten gute Prognosen der Tech-Unternehmen die Stimmung. Die Technologiebörse Nasdaq legte um 0,74 % zu – dank der positiven Stimmung im KI- und Halbleitersektor. Der Dow Jones musste indes ein minimales Minus von 0,04 % verbuchen, während der S&P 500 0,26 % höher schloss. Die Inflation in den USA war im Juli wie erwartet etwas zurückgegangen. Im Jahresvergleich stiegen die Verbraucherpreise um 3,4 Prozent. Im Juni hatte die Inflationsrate bei 3,5 Prozent gelegen. Volkswirte hatten im Schnitt mit diesem Rückgang gerechnet. Die Daten halten die Furcht vor steigenden Zinsen in Schach.
Ein starkes Kerngeschäft mit der End- und Verarbeitung von Fotos hat Cewe auch im 2. Quartal angetrieben. Das sogenannte Fotofinishing verzeichnete ein Wachstum von 7,5 % – konzernweit kletterte der Umsatz dadurch im Quartal um 6 % auf 143,9 Mio. €. Ausgeklammert haben die Niedersachsen dabei den kommerziellen Onlinedruck, der inzwischen verkauft wurde. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern landete bei –3,1 (–3,3) Mio. €. Inklusive aller Sondereffekte fiel das Ergebnis tiefer in den negativen Bereich, da unter anderem die Übernahme von Kodak Moments belastete. Cewe baut mit dem Zukauf das Sofortfoto-Geschäft international weiter aus.
Der Autovermieter Sixt hat im Q2 besser abgeschnitten als erwartet. Der Umsatz kletterte dank des kräftigen Geschäftsausbaus um knapp 10 % auf 1,19 Mrd. € und der Vorsteuergewinn legte um fast 15 % auf 123 Mio. € zu. Unter dem Strich stieg der Konzerngewinn um etwa 6 % auf 83 Mio. €. Sixt peilt in diesem Jahr einen Umsatzanstieg auf 4,45 bis 4,6 Mrd. € an bei einer Marge des Vorsteuerergebnisses im Bereich von 10 %.
Der Kochboxenversender HelloFresh hat im 2. Jahresviertel weiter das schwächelnde Geschäft mit Kochboxen und Fertiggerichten zu spüren bekommen. Den Jahresgewinnausblick bestätigte das Unternehmen zwar, der Umsatz entwickle sich aber in Richtung des unteren Endes der Prognosespanne von währungsbereinigt –3 bis – 6 %. Das bereinigte Ebitda soll weiter 375 bis 425 Mio. € erreichen. Der Konzernumsatz sank in den 3 Monaten bis Ende Juni um 8,8 % und das bereinigte Ebitda brach um knapp ein Viertel ein.