Das Hin und Her im Nahost-Konflikt geht weiter – nachdem US-Präsident Donald Trump vergangene Woche eine baldige Einigung mit dem Iran angekündigt hatte, gibt es nun keine Fortschritte. Trump hatte die iranische Antwort auf einen US-Friedensvorschlag als inakzeptabel zurückgewiesen. Damit kehrten die Sorgen vor einem Wiederaufflammen des Krieges zurück und hielten die Anleger in Atem. Auch der DAX startete schwächer in die neue Börsenwoche. Zum Wochenende hatte der dt. Leitindex bereits einige Punkte abgegeben, die erste Mai-Woche jedoch mit einem leichten Plus beendet. Auch am Ölmarkt folgte die Reaktion auf das gescheiterte Friedensangebot zügig: Die Nordseesorte Brent setzte sich von der 100 $-Marke ab. Die anhaltende Blockade der Straße von Hormus verknappt das weltweite Angebot. Für weitere Impulse hierzulande dürfte die laufende Berichtssaison sorgen. Im DAX stehen die Berichte der Dt. Telekom, Bayer, Munich Re, Allianz und Siemens an.
Der Auto- und Industriezulieferer Stabilus will die beiden Tochtergesellschaften Fabreeka und Tech Products an die VMC Group veräußern – der Kaufpreis betrage 92 Mio. $. Die Transaktion soll im 3. Quartal abgeschlossen werden, sofern die Behörden dem Verkauf zustimmen. Mit dem Nettoerlös will Stabilus vor allem Schulden abbauen und die Bilanz stärken.
Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück hat ein Jahr nach den schweren Waldbränden in Kalifornien wieder deutlich mehr verdient. Für das 1. Quartal stand dank vergleichsweise geringer Großschäden unter dem Strich ein Gewinn von gut 711 Mio. € und damit fast anderthalbmal so viel wie ein Jahr zuvor. Vorstandschef Clemens Jungsthöfel sieht die Hannover Rück damit auf Kurs, den Gewinn in diesem Jahr auf einen neuen Rekordwert von mindestens 2,7 Mrd. € zu steigern, obwohl die Preise im Schaden- und Unfallgeschäft bei der Vertragserneuerung im April weiter sanken.
Dank einer stabilen Nachfrage hat der Anlagenbauer Gea Group zum Jahresauftakt mehr verdient. Angesichts einer guten Auftragslage bestätigte der Konzern seine Prognose für das laufende Jahr. Der Umsatz stieg in den ersten 3 Monaten um 1,2 % auf rund 1,3 Mrd. €. Organisch, also ohne Währungs- und Portfolioeffekte lag das Wachstum bei 5,3 %. Das bereinigte Ebitda erhöhte sich um 3,9 %. Gestiegene Vertriebskosten konnten dabei teilweise durch eine Senkung der Verwaltungskosten ausgeglichen werden. Unter dem Strich verdiente Gea mit 99,7 Mio. € ebenfalls mehr.
Der IT-Dienstleister Adesso hat Umsatz und Ergebnis von Januar bis März trotz der Wirtschaftsflaute gesteigert. Der Erlös kletterte um 13 % auf gut 398 Mio. € und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen legte um 58 % auf knapp 27 Mio. € zu. Unter dem Strich schaffte das Unternehmen mit einem Gewinn von 2,7 Mio. € den Turnaround.
TKMS hat nach Zuwächsen im 1. Halbjahr seine Prognose für das laufende Jahr bestätigt. Dabei profitiert der Bauer von U-Booten und Überwasserschiffen weiter von hohen Ausgaben der Regierungen für ihr Militär. Der Umsatz stieg in der 1. Jahreshälfte 2025/26 (per Ende März) um 10 % auf 1,17 Mrd. €. Das bereinigte Ebit stieg um 14 % auf 60 Mio. €. Grund dafür waren deutliche Verbesserungen im U-Boot-Geschäft sowie Ergebnissteigerungen bei Atlas Electronics.