Der DAX hielt sich auch zuletzt in Reichweite seines Rekordes. Der dt. Leitindex entwickelt sich weiter robust und trotzt den ausbleibenden Fortschritten bei der Lösungsfindung im Nahen Osten. Für eine neue Bestmarke müsste er die 26.445 Punkte vom Freitagnachmittag erreichen. Mit Blick auf die Situation im Nahen Osten haben sich Anleger inzwischen an eine Situation zwischen Hoffen und Bangen eingestellt. Für US-Präsident Donald Trump scheinen die Diskussionen um die Öffnung der Straße von Hormus derweil beendet zu sein. Nach einer Minenräumung sei die Meerenge für Schiffe wieder befahrbar und werde "zu 100 %" von den USA kontrolliert, sagte er im Weißen Haus. Außerdem verlangte Trump vom Iran Entschädigungen für Menschen, die seiner Darstellung nach in Kriegen, bei Angriffen und Protesten getötet wurden. Die Regierung in Teheran hatte ihrerseits Entschädigungszahlungen gefordert. Die Situation bleibt also undurchsichtig. An der Wall Street legten Anleger derweil die Bremse ein und sorgten für einen schwachen Wochenauftakt. Der Dow Jones schloss 0,1 % leichter auf 53.976 Punkten. Der S&P 500 gab ebenfalls 0,1 % auf 7753 Zähler nach. Und die Technologiebörse Nasdaq verlor 0,3 % auf 26.605 Punkte.
Die Aktie von PNE kam zeitweise deutlich unter Druck. In einer Adhoc des Unternehmens, teilte dieses mit, dass das Interesse an dem Wind- und Solarpark-Entwickler eher zurückhaltend sei. So heißt es, dass das bisher erhaltene Marktinteresse darauf hindeute, "dass die Preisvorstellungen etwaiger Erwerber unterhalb des derzeitigen Börsenkursniveaus der PNE-Aktie liegen". "Vor diesem Hintergrund ist aktuell unsicher, ob es zu einer Transaktion kommen wird und wie deren Bedingungen aussehen würden", teilte PNE mit.
RTL hat die anhaltende TV-Werbeflaute auch im 1. Halbjahr zu spüren bekommen. Rückenwind kam dabei vom Streaming-Geschäft. Die Umsatzprognose für 2026 erhöhte der Medienkonzern wegen der im Juni abgeschlossenen Übernahme von Sky Deutschland zwar, die Prognose für das bereinigte operative Ergebnis wurde aber trotz eines besseren Streaming-Geschäfts unverändert belassen. Der Konzernumsatz soll 2026 nun auf rund 7,1 bis 7,2 Mrd. € steigen. Zuvor stand hier noch 1 Mrd. € an beiden Enden weniger auf dem Zettel. Das bereinigte Ebita sieht das Management um Konzernchef Clement Schwebig indessen weiter bei 725 Mio. €. In den ersten 6 Monaten kletterte der Konzernumsatz um rund 4 % auf 2,9 Mrd. € vor allem aufgrund der Übernahme von Sky Deutschland und des besseren Streaminggeschäfts. Das bereinigte Ebita stieg indessen überproportional um fast die Hälfte auf 239 Mio. €.
Markenarzneien und die jüngsten Übernahmen haben dem Pharmahersteller Dermapharm auch im 2. Quartal Schwung verliehen. Der Konzern sieht sich deshalb auf einem guten Weg. "Auch für das 2. Halbjahr sehen wir in allen drei Segmenten eine insgesamt positive Entwicklung und bestätigen vor diesem Hintergrund unsere Prognose für das Gesamtjahr 2026", sagte Unternehmenschef Hans-Georg Feldmeier zu Vorlage vorläufiger Zahlen. Den Angaben zufolge kletterte der Umsatz in den ersten 6 Monaten im Vergleich um 2,9 %. Im Vorjahreszeitraum hatte noch der Konzernumbau das Wachstum etwas gebremst. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg auf 163,2 Mio. €.
Die Schwäche der europäischen Autobauer macht dem Zulieferer Norma Group weiter zu schaffen. Im 2. Quartal verbuchte der Hersteller wegen Rückgängen in Europa und Währungseffekten einen weiteren Umsatzrückgang um 0,6 % auf knapp 212 Mio. €. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten sprang im Jahresvergleich jedoch von 2,3 auf 7,6 Mio. € nach oben. Vorstandschefin Birgit Seeger sieht das Unternehmen damit auf Kurs zu seinen Jahreszielen.
Höhere Mieten haben TAG Immobilien im 1. Halbjahr angetrieben. Die Nettomieteinnahmen stiegen im Jahresvergleich insgesamt um 6,7 % auf 196,6 Mio. €. Dabei seien die Mieten auf vergleichbarer Basis für den gesamten Bestand in Deutschland um 2,9 % und in Polen um 2,4 % gestiegen. Der für die Immobilienbranche wichtige operative Gewinn (FFO I) legte um 9,4 % auf 100,2 Mio. € zu. Für das laufende Jahr wurde der Konzern für die Kennziffer zuversichtlicher und peilt nun das obere Ende von 187 bis 197 Mio. € an.