boerse_1.jpg
börsenbericht
@GettyImages

Börsenbericht – Nvidia liefert

An den Börsen spekulieren Anleger auf eine langsame Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus – zusätzlicher Rückenwind kommt aus dem Tech-Sektor, wo die Ergebnisse des Schwergewichts Nvidia für positive Stimmung sorgte. An den Rohstoffmärkten sorgte einmal mehr US-Präsident Donald Trump für Bewegungen. Er hatte zur Wochenmitte mit seinen Aussagen Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs geweckt und die Ölpreise zeitweise gen Süden gedrückt. Gleichzeitig drohte Trump jedoch auch mit weiteren Angriffen, sollte der Iran keinem Friedensangebot zustimmen. Die Regierung in Teheran reagierte mit scharfen Warnungen und kündigte an, seine Kontrolle über die strategisch wichtige Straße von Hormus zu festigen. An der Wall Street beendete der Technologie-Index Nasdaq 100 den Handel dank starker Halbleitertitel mit einem Plus von 1,66 %. Ähnlich sah es beim S&P 500 mit einem Plus von 1,08 % auf 7.432,97 Punkte aus. Der Leitindex Dow Jones legte derweil um 1,31 % zu.

Der italienische Versicherer Generali hat im 1. Quartal deutlich höhere Schäden durch Naturkatastrophen tragen müssen. Wegen eines teuren Ereignisses in Portugal lag die Belastung mit 426 Mio. € rund neunmal so hoch wie ein Jahr zuvor. Gestiegene Prämieneinnahmen, die Auflösung von Schadenrückstellungen und gute Geschäfte in der Lebensversicherung machten die Belastungen jedoch wett. Der operative Gewinn stieg konzernweit um acht Prozent auf 2,2 Mrd. €. Der Überschuss sank hingegen um 2 % auf knapp 1,2 Mrd. €. Dabei konnte der Konzern seine Prämieneinnahmen im Jahresvergleich um fast 7 % auf rund 28,2 Mrd. € steigern. In der Lebensversicherung legte der Wert des Neugeschäfts sogar um fast ein Fünftel zu. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote verschlechterte sich wegen der höheren Katastrophenschäden zwar von 89,7 auf 90,5 %, blieb jedoch weit unter der kritischen Marke von 100 %. 

Der Chipkonzern Nvidia wächst im KI-Boom weiter rasant. Im vergangenen Quartal stieg der Umsatz um 85 % auf 81,6 Mrd. $. Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn kletterte um fast 150 % auf 53,5 Mrd. $. Damit übertraf der KI-Pionier einmal mehr die Erwartungen der Experten. Unterm Strich verdiente Nvidia 58,3 (18,8) Mrd. $. Dabei profitierte das Unternehmen auch von Bewertungsgewinnen bei seinen Beteiligungen. Der für das laufende Quartal erwartete Umsatz von rund 91 Mrd. $ liegt über den Analystenerwartungen. Dank der sprudelnden Gewinne erhöht Nividia die Quartalsdividende von bisher 0,01 auf 0,25 $. Damit will das Unternehmen künftig jedes Vierteljahr insgesamt rund sechs Milliarden Dollar als Gewinnbeteiligung direkt an die Aktionäre ausschütten. Zudem erhöhte der Nvidia-Verwaltungsrat den Spielraum für weitere Aktienrückkäufe um 80 Mrd. $ auf fast 120 Mrd. $.

Die Aktien von RWE haben mit vorübergehenden Verlusten auf einen Analystenkommentar reagiert. Analyst Harry Wyburd von Exane BNP Paribas strich aus Bewertungsgründen seine Empfehlung und rechnet mit einer anhaltenden Verschnaufpause.