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Börsenbericht – Nvidia überzeugt

Vor dem Beginn des Notenbankertreffens in Jackson Hole konnten die Ergebnisse von Nvidia zur Wochenmitte überzeugen und sorgten für positive Stimmung. Der DAX hielt sich weiterhin deutlich oberhalb der runden Marke bei 26.000 Punkten und hielt zuletzt auch das Rekordhoch im Blick. Die ungebrochene Nachfrage nach Rechenkraft für KI-Anwendungen treibt den global dominierenden KI-Chipkonzern Nvidia weiter an. Das Unternehmen lieferte Gewinnsteigerungen, die die Erwartungen übertrafen – und das Wachstumstempo soll überzeugend hoch bleiben, auch wegen der neuen Prozessorarchitektur Rubin. Anleger reagierten erleichtert über die bisherigen Sorgen, wie nachhaltig der KI-Investitionszyklus ist. Der Fokus wandert nun aber vor allem auf das Notenbankertreffen in Jackson Hole, auf dem das größte Highlight die Rede von Fed-Präsident Kevin Warsh zum Wochenschluss ist. Der PCE-Deflator hat gezeigt, dass diese von der Fed favorisierte Inflationskennziffer weiter zu hoch ist, womit eine Zinsanhebung weiterhin nicht vom Tisch ist. Da die Nvidia-Zahlen erst nach Börsenschluss in den USA veröffentlicht wurden, beendeten die Leitindizes der Wall Street die Wochenmitte mehr oder weniger unverändert. Während der Dow Jones 0,21 % leichter schloss, gab der S&P 500 0,02 % nach. Für die Technologiebörse Nasdaq ging es indes um 0,05 % nach oben. 

Die ungebrochene Nachfrage nach Rechenkraft für KI-Anwendungen treibt den global dominierenden KI-Chipkonzern Nvidia weiter an. Das Unternehmen steigerte Umsatz und Nettogewinn in dem am 26. Juli abgelaufenen 2. Quartal auf mehr als das Doppelte. Und das Wachstumstempo soll hoch bleiben. "Der Ausbau der KI-Infrastruktur läuft mit Volldampf", sagte Firmengründer und Konzernchef Jensen Huang. Die Produktion der neuen Prozessor-Architektur Vera Rubin laufe mittlerweile auf Hochtouren. Konkret erzielte Nvidia im Q2 einen Umsatz von 96,2 Mrd. $ und einen Nettogewinn von 59,7 Mrd. $. Im laufenden 3. Quartal soll der Umsatz auf 108 Mrd. $ wachsen, plus oder minus 2 %. 

Der Pharmakonzern Roche hat in den USA eine Zulassung für den erweiterten Einsatz von zwei Krebstests erhalten. Die US-Gesundheitsbehörde FDA erlaubt die Tests Pathway HER2 und Ventana HER2 Dual ISH künftig auch zur Untersuchung bestimmter fortgeschrittener Krebsarten des oberen Verdauungstrakts, wie das schweizerische Unternehmen mitteilte.

VW-Konzernchef Oliver Blume hat spürbare Einschnitte im Management angekündigt. Angesichts des Spardrucks schaue man auch dort genau hin und baue ein Viertel der Stellen ab, sagte er bei der Betriebsversammlung am gefährdeten Standort Emden. "Alle Bereiche müssen ihren Teil beitragen; es ist ein Kraftakt, der nur gemeinsam gelingen kann." Nach dem Auftakt in Wolfsburg hat Blume seine Auftritte bei Betriebsversammlungen in Emden und Zwickau fortgesetzt. Beide Werke werden neben Hannover und dem Standort der Tochter Audi in Neckarsulm als Fabriken genannt, für die es noch keine "wettbewerbsfähige Belegung" für die 2030er-Jahre gebe. Daher geht dort die Sorge vor einer Schließung um.

Der US-Softwareanbieter Salesforce will das Wachstumstempo auch im 3. Geschäftsquartal hochhalten. Rückwind soll dabei weiterhin auch das KI-Tool Agentforce liefern. Der Konzern rechnet für das laufende Quartal mit einem Umsatzwachstum von im Jahresvergleich bis zu 12 % auf 11,42 bis 11,5 Mrd. $. Im Ende Juli abgelaufenen Q2 steigerte Salesforce den Umsatz im Jahresvergleich um 11 %. Unter dem Strich stand ein Nettogewinn von 3,5 Mrd. $, fast 90 % mehr als vor einem Jahr.