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Börsenbericht – Öl-Angst bleibt

Die Börsen sind vor den anstehenden Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA angespannt. Viele Anleger hoffen darauf, dass eine tragfähige, dauerhafte Lösung gefunden wird. Die anhaltende Blockade der Straße von Hormus sorgt jedoch weiterhin für Sorge. Derzeit werfen sich die Parteien gegenseitig vor, die vereinbarte Waffenruhe nicht einzuhalten. Für weiteren Unmut sorgt auch die vom Iran erhobene Transitgebühr für den Schiffsverkehr. Je nach Art des Schiffs und der Ladung sollen bis zu 2 Mio. $ fällig werden. heißt es. Der DAX hielt sich zuletzt weiterhin in der Nähe der 24.000 Punkte-Marke, unter die er jedoch immer wieder abgetaucht war. An der Wall Street setzte sich indes die Hoffnung auf eine baldige Einigung im inzwischen sechs Wochen andauernden Nahost-Konflikt. Der Dow Jones schloss 0,6 % fester, ebenso wie der S&P 500. Die Technologiebörse Nasdaq kletterte um 0,8 % gen Norden. Für weitere Impulse dürfte der heute anstehende US-Inflationsbericht für den Monat März sorgen. Die zur Wochenmitte veröffentlichten Protokolle der Fed-Sitzung im März zeigten, dass einige Mitglieder eine Zinserhöhung für notwendig halten. 

Die Aktien des Online-Riesen Amazon legten zuletzt zu, nachdem Konzernchef Andy Jassy erklärt hatte, dass die Dienstleistungen für Künstliche Intelligenz (KI) in der Cloud-Sparte einen Jahresumsatz von mehr als 15 Mrd. $ generieren.

Ein Medienbericht über eine mögliche Übernahme hat der Aktie des US-Spirituosenkonzerns Brown-Forman einen Kurssprung beschert. Der Rivale Sazerac prüfe eine Übernahme des “Jack Daniel's”-Herstellers. Der Vorstoß kommt zu einer Zeit, in der Brown-Forman bereits in Fusionsgesprächen mit dem französischen Konkurrenten Pernod Ricard steht. 

Die Aktien der Fluggesellschaft Lufthansa konnten vor dem Wochenende derweil nicht abheben. Der Streik das Kabinenpersonals sei zwar nur für einen Tag geplant, dürfte aber angesichts der Ölpreis-Krise noch weiter auf die Stimmung drücken. Rund 500 Flüge dürften ausfallen. 

Lockheed Martin hat einen Auftrag im Wert von rund 4,8 Mrd. $ zur Herstellung von Raketen für die US-Army erhalten. Der Festpreisvertrag umfasst die Produktion von PAC-3-Raketen der Variante "Missile Segment Enhancement" (MSE). Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums sollen die Arbeiten voraussichtlich bis zum 30. Juni 2030 abgeschlossen sein.