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Börsenbericht – Ölpreis trübt Stimmung

Die Waffenruhe im Nahen Osten steht auf der Kippe und der Ölpreis kletterte weiter gen Norden. Damit steigt auch die Vorsicht und Sorge der Anleger. Ob die Waffenruhe hält hängt nach Angaben von US-Präsident Donald Trump am seidenen Faden. Auch der DAX gab zunächst einige Punkte ab – zum Wochenstart hatte der dt. Leitindex letztlich mit einem Plus von 0,1 % fester geschlossen. Der Ölpreis legte angesichts der Entwicklung im Nahen Osten weiter zu und setzte sich einmal mehr von der 100 $-Marke nach oben ab. An der Wall Street profitierten die Leitindizes indes von der zurückgekehrten Begeisterung der Anleger und Investoren beim Thema Künstliche Intelligenz (KI). Aber auch hier dämpften die Sorgen um steigende Ölpreise und die anhaltende Inflation die Laune. Der Dow Jones schloss 0,2 % fester, ebenso der S&P 500. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnete ein minimales Plus von 0,1 %. Für heute stehen die US-Inflationsdaten auf der Agenda. 

Angesichts der bestens laufenden Geschäfte kauft Siemens Energy bis zum Herbst mehr eigene Aktien zurück als bisher geplant. Wegen des unerwartet hohen operativen Mittelzuflusses werde der Energietechnik-Konzern im laufenden Geschäftsjahr 2025/26 (bis Ende September) bis zu 1 Mrd. € mehr für Aktienrückkäufe ausgeben. Den für 2025/26 in Aussicht gestellten Aktienrückkauf über 2 Mrd. € hat das Unternehmen bis auf 200 Mio. € bereits ausgeschöpft. Am Gesamtvolumen des bis 2028 geplanten Rückkaufprogramms von 6 Mrd. € ändere sich nichts.

Eine anhaltende Nachfrage nach Radiopharmaka hat den Strahlen- und Medizintechnikkonzern Eckert & Ziegler zum Jahresauftakt angetrieben. Der Umsatz kletterte im 1. Quartal um 7 % auf 72,9 Mio. €. Das um Sondereffekte bereinigte Ebit gab indes um 2 % auf 16 Mio. € nach. Hierbei habe ein etwas schwächerer Produktmix im Geschäft mit Isotopen belastet. Der Gewinn kletterte auf 10,4 (9,7) Mio. €. 

Der Medizintechnikkonzern Carl Zeiss Meditec will angesichts der Probleme in seinem wichtigen China-Geschäft seine Kosten senken. Von den Einsparungen könnten in den nächsten drei Jahren bis zu 1.000 Stellen weltweit betroffen sein, teilte das Unternehmen mit. Dadurch soll sich das Ergebnis bis zum Geschäftsjahr 2028/29 im Vergleich zum laufenden Berichtszeitraum um jährlich mehr als 200 Mio. € verbessern. Nach einem bereits schwachen Jahresstart hatte der Konzern auch im Q2 (per Ende März) Umsatz und Gewinneinbußen hinnehmen müssen.