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Börsenbericht – Quartalszahlen rücken in den Fokus

Da die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA zu einem Stillstand gekommen sind, richten Anleger ihre Aufmerksamkeit auf die laufende Berichtssaison und die anstehenden Notenbanker-Treffen. In den USA öffnen fünf der Magnificent Seven noch in dieser Woche ihre Bücher. Zu Wochenbeginn musste der DAX erneut einen Rückgang verbuchen, hielt sich jedoch oberhalb der runden Marke bei 24.000 Punkten. In der vergangenen Woche musste der dt. Leitindex ein Minus von 2,3 % hinnehmen. Neben der laufenden Berichtssaison stehen auch die nächsten Zinsentscheidungen der Notenbanken auf dem Plan. Neben der US-Notenbank Fed trifft sich auch die Europäische Zentralbank EZB. Für weitere Impulse dürften die Ergebnisse von Amazon, Apple und Microsoft sorgen, die bereits zur Wochenmitte ihre Bücher öffnen – Apple folgt dann noch am Donnerstag. Im Fokus werden vor allem die hohen KI-Investitionen stehen. Zuletzt war die Sorge aufgekommen, dass sich diese nicht auszahlen könnten. Die Wall Street startete verhalten in die neue Börsenwoche. Der Dow Jones setzte um 0,1 % zurück, während der S&P 500 um 0,1 % zulegen konnte. Die Technologiebörse Nasdaq legte indes um 0,2 % zu. 

Der französische Gase-Hersteller Air Liquide hat im 1. Quartal den Konflikt im Nahen Osten kaum zu spüren bekommen. Der Umsatz schrumpfte zwar vor allem wegen ungünstiger Währungskurse in den 3 Monaten um 3,5 % auf knapp 6,79 Mrd. € – Währungsfonds- und portfoliobereinigt konnte indes ein Plus von 1,9 % verbucht werden. Die Nachfrage nach medizinischen Gasen blieb dabei anhaltend hoch. Die Ziele für die kommenden Jahre bestätigte das Unternehmen. Im laufenden Jahr will Air-Liquide-Chef Francois Jackow den bereinigten Gewinn bei stabilen Währungskursen steigern. Dazu will er die operative Marge von zuletzt 20,7 % um einen Prozentpunkt nach oben treiben. Für den Zeitraum 2022 bis 2027 soll diese um insgesamt 5,6 Punkte zulegen. Dabei soll auch ein Sparkurs helfen.

Mutares plant für 2025 eine stabile Dividende. Vorstand und Aufsichtsrat der Beteiligungsholding schlagen der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende von 2,00 € je Aktie vor und damit ebenso viel wie für 2024. Diese sei als Mindestdividende zu verstehen. Sollten die Münchener sich in Zukunft von Unternehmensbeteiligungen trennen, die Ergebnis und Liquidität abwerfen, sollen die Anteilseigner mit einer zusätzlichen Ausschüttung am Erfolg beteiligt werden.