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Börsenbericht – Neue Bestmarke

Vor dem Wochenende ist der DAX knapp am Allzeithoch vorbeigeschrammt, konnte jedoch zum Wochenstart an den Erfolgen anknüpfen. Neben der laufenden Berichtssaison dies- und jenseits des Atlantiks sorgten auch die Entwicklungen im Nahen Osten für gute Stimmung. Die Hoffnung auf eine Annäherung der Kriegsparteien USA und Iran hat den dt. Leitindex erstmals über die runde Marke bei 26.000 Punkten getrieben. Das vergangene Rekordhoch bei 25.900,1 Punkten hatte der DAX bereits zum Handelsstart hinter sich gelassen. Zuletzt pendelte er um die 26.000 Zähler-Marke. Nachdem US-Präsident Donald Trump am Wochenende neue Gespräche mit dem Iran angekündigt und gleichzeitig einen Großangriff abgesagt hatte, gaben die Ölpreise zum Wochenauftakt kräftig nach. Dadurch schwanden die Inflationsängste und auch Sorgen vor steigenden Leitzinsen. Zuvor hatte Trump den seinen Worten nach größten Angriff des US-Militärs "seit dem Zweiten Weltkrieg" vorerst abgesagt, um neuen Verhandlungen mit dem Iran eine Chance zu geben. Die Gespräche sollen am Montagnachmittag stattfinden, wie Trump ankündigte. Die Berichtssaison hierzulande konnte zuletzt auch überwiegend positiv überraschen. Auch in dieser Woche steht wieder eine Flut an Quartalszahlen an. Allein aus dem DAX werden rund die Hälfte der Unternehmen ihre Bücher öffnen. An der Wall Street sorgten indes zum Wochenschluss die Ergebnisse von Amazon für gute Stimmung. Die Technologiebörse Nasdaq beendete den Handel mit einem Plus von 0,6 % nachdem der Leitindex nach einem starken Start etwas an Schwung verloren hat. Der S&P 500 schloss 0,7 % fester und der Dow Jones legte um 0,5 % zu. 

Der Auto- und Industriezulieferer Stabilus hat detaillierte Quartalszahlen bekannt gegeben, die den zuvor veröffentlichten Eckdaten weitgehend entsprachen. 

Für die Aktien von E.on ging es zwischenzeitig nach oben, nachdem das Analysehaus Jefferies die Titel von „Hold“ auf „Buy“ hochgestuft hatten. Zudem wurde das Kursziel angehoben.

Holcim verkauft sein Geschäft auf den Philippinen mehrheitlich an Huaxin Building Materials. Die vereinbarte Transaktion sieht vor, dass der chinesische Baustoffkonzern anfänglich 67,623 % für 527 Mio. $ übernimmt. Holcim kann innerhalb eines Zeitraums von drei bis fünf Jahren seinen verbleibenden Anteil von etwa 31 % veräußern. Dabei ist ein Mindestpreis von 280 Mio. $ garantiert ist.

Der Windturbinenbauer Nordex hat von dem schwedischen Entwickler und Unternehmen für erneuerbare Energien OX2 einen Auftrag über die Lieferung und Errichtung von 11 Turbinen des Typs N175/6.X in Rumänien erhalten. 

Der britische Pharmakonzern AstraZeneca und der US-Konkurrent Bristol Myers Squibb haben Insidern zufolge Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss geführt. Damit würde einer der weltweit größten Pharmakonzerne mit einem gemeinsamen Börsenwert von knapp 400 Mrd. $ entstehen. Ob die Gespräche noch andauern, blieb zunächst unklar.

Die Aktien der Dt. Telekom konnten derweil ebenfalls zulegen. Einem Bericht des US-Nachrichtenportals Semafor zufolge, will die Tochter T-Mobile US die Pläne für eine mögliche Fusion mit der Telekom nicht länger unterstützen. Da ein solcher Deal am Markt wiederholt auf Ablehnung gestoßen ist, reagierten die Anleger erfreut über die Aussichten.