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Börsenbericht – Rekord rückt in Blick

Eine starke Erholung der Tech-Werte in den USA sowie auch Asien sowie die überwiegend positiv verlaufende Berichtssaison dürften auch dem DAX zum Wochenschluss Rückenwind geben. Zuletzt war es dem dt. Leitindex gelungen, den Widerstand bei 25.550 Punkten zu überwinden – damit rückt das Rekordhoch bei 25.900 Zählern wieder in den Blick. Starke Geschäftszahlen von Microsoft haben derweil der Technologiebörse Nasdaq zuletzt eine deutliche Erholung beschert. Schnäppchenjäger griffen dort zu und sorgten für einen Kurssprung von 3,4 %, nachdem der Leitindex drei Verlusttage in Folge verbuchen musste. Aber auch außerhalb des Tech-Sektors erholten sich die Börsen. Der Dow Jones schloss knapp 1,2 % fester und der S&P 500 konnte um 1,7 % zulegen. In den vergangenen Wochen war die Furcht vor einer KI-Blase zurückgekehrt – wie nachhaltig die Erholung ist, muss sich nun zeigen. Die Lage bleibt jedoch angespannt, gerade mit Blick auf die Entwicklung im Nahen Osten.  

Siemens Healthineers senkt wegen der anhaltend schwachen Entwicklung seiner zur Disposition stehenden Labordiagnostik-Sparte die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr. So sollen die Erlöse auf vergleichbarer Basis 2025/26 (per Ende September) nun noch um 3,5 bis 4,0 % zulegen. Hier sind Währungs- und Portfolioeffekte ausgeklammert. Aufgrund einer Rückerstattung rechtswidrig erhobener US-Zölle erhöhte das Unternehmen indes die Gewinnprognose und erwartet ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 2,35 bis 2,45 €, das sind jeweils 0,15 € mehr als zuvor.

Die Aufrüstung der NATO-Staaten sorgt auch bei Hensoldt für eine hohe Nachfrage. "Die politischen Entscheidungen für höhere Verteidigungsausgaben konkretisieren sich nun in unserem Auftragsbuch", sagte CEO Oliver. In den ersten 6 Monaten verdoppelte der Rüstungselektronikkonzern seinen Auftragseingang im Jahresvergleich auf 2,8 Mrd. €. Insgesamt sitzt der Konzern auf Bestellungen im Rekordwert von 10,4 Mrd. €. Der Umsatz stieg um 23,6 % und das bereinigte Ebitda kletterte um 28,5 % auf 137 Mio. €. An den Jahreszielen hält Hensoldt weiterhin fest. So soll der Umsatz etwa 2,75 Mrd. € erreichen und die bereinigte operative Marge dürfte zwischen 18,5 und 19 % liegen. 

Der Elektrolysespezialist Nucera hat im 3. Quartal trotz eines abermaligen Umsatzrückgangs etwas besser abgeschnitten als erwartet. Der Umsatz sei in den 3 Monaten bis Ende Juni um rund ein Fünftel auf 145 Mio. € gefallen, während das Ebit bei –2 Mio. € landete. Der Auftragseingang lag im Q3 mit 81 Mio. € zwar deutlich unter dem Wert des Vorquartals, aber immerhin über dem Vorjahreswert. 

Der italienische Energieversorger Enel blickt nach einem besser als erwarteten 1. Halbjahr etwas optimistischer auf das Gesamtjahr. Beim Gewinn je Aktie rechnet das Unternehmen jetzt mit einem Wert von 0,74 €, nachdem bisher 0,72 bis 0,74 € je Aktie auf der Agenda standen. In den ersten 6 Monaten zog der um Sondereffekte bereinigte Gewinn um knapp 3 % auf 3,93 Mrd. € an. Von Bloomberg befragte Experten hatten mit einem leichten Rückgang gerechnet. Der Umsatz stagnierte bei knapp 41 Milliarden Euro.

Das Geschäft des französischen Baustoffkonzerns Saint Gobain hat sich nach einem schwachen Jahresauftakt im 2. Quartal belebt. So zog der Umsatz auf Halbjahressicht auf vergleichbarer Basis – also vor Währungseffekten und den Folgen von Zu- und Verkäufen – um knapp 1 % auf 23,6 Mrd. € an. Das Ebitda gab jedoch um 5 % nach. Das Unternehmen bestätigte die Jahresziele.

Amazon hat im vergangenen Quartal die Markterwartungen übertreffen können. In der wichtigen Cloud-Sparte AWS stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 37 % auf 42,2 Mrd. $. Konzernweit kletterten die Erlöse des Tech-Riesen um 20 % gen Norden. Zusätzliche Buchgewinne etwa durch die Neubewertung der Beteiligung am KI-Startup Anthropic schoben den Nettogewinn auf 62,7 Mrd. $. 

Der Autozulieferer Forvia Hella hat nach einem den Erwartungen entsprechendem 1. Halbjahr die Prognose für das Gesamtjahr bestätigt. Der operative Gewinn des Lichtspezialisten sei in den ersten 6 Monaten im Vergleich zum Vorjahr um knapp 10 % gefallen. Der um Währungseffekte bereinigte Umsatz legte indes zu. 

Apple hat im vergangenen Quartal ein starkes Wachstum in seinem iPhone-Geschäft verzeichnet. Der Umsatz stieg hier im Jahresvergleich um 22 % und übertraf damit die Markterwartungen. Damit übertraf der Konzern die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten. Insgesamt stieg der Konzernumsatz um 16 % und der Gewinn um 27 %. Dazu trugen laut Management auch bereits verbuchte Rückzahlungen von US-Importzöllen bei, die dem Konzern zustehen, nachdem einige Maßnahmen von US-Präsident Donald Trump vom Obersten Gericht der USA gekippt worden waren.