Hohe Renditen auf Staatsanleihen, steigende Energiepreise und Inflationssorgen halten die Börsen in Schach. Nachdem der DAX bereits seit Wochenbeginn schwächelte, dürfte der dt. Leitindex auch zum Wochenschluss mehr oder weniger auf der Stelle treten. Dabei pendelte der DAX zuletzt um die runde Marke bei 26.000 Punkten. Vor allem der Anleihemarkt und die Inflationssorgen bremsten die Anleger zuletzt aus. Sorgen über hohe Ölpreise infolge des Iran-Kriegs und die steigende Staatsverschuldung hatten die Renditen jüngst auf den höchsten Stand seit fast 20 Jahren geschoben. Das US-Finanzministeriums kündigte zwar an, langlaufende Anleihen durch Milliardenkäufe zu stützen. Diese künstliche Nachfrage sorgte aber nur für eine kurzzeitige Erleichterung. Vor allem die US-Staatsverschuldung rückte in dem Zusammenhang in den Fokus der Investoren. Sie hat in dieser Woche mit 40 Bill. $ ein Rekordhoch erreicht. Damit verteuert sich die Refinanzierung und steigende Zinsausgaben belasten wiederum den Haushalt. Auch an der Wall Street ist der Anleihemarkt ein wichtiges Thema – entsprechend schwach sind die Vorgaben von der Wall Street. Der Dow Jones beendete der Handel 1,3 % leichter, während der S&P 500 0,9 % schwächer aus dem Handel ging. Für die Technologiebörse Nasdaq ging es 1,0 % gen Süden.
Ein schwach laufendes US-Geschäft setzte den Kurs des weltgrößten Einzelhändlers Walmart zwischenzeitig unter Druck. Im 2. Quartal profitierte der Konzern zwar von einem starken Zuwachs seiner Werbeeinnahmen, einem florierenden Online-Geschäft und Zollrückzahlungen durch die US-Regierung. Die Prognosen für das noch bis Ende Januar 2027 laufende Geschäftsjahr wurden angehoben. Allerdings enttäuschte das wichtige US-Geschäft die Anleger.
Insidern zufolge will der Elektronikriese Samsung Electronics über eine Kapitalrückführung 90 bis 110 Bill. Won (umgerechnet rund 55 bis 68 Mrd. €) an die Aktionäre zurückgeben. Entscheidend sei vor allem die Frage, wie Samsung die Mittel zwischen Dividenden und Aktienrückkäufen aufteilen wird.
DSM-Firmenich hat in China eine Patentverletzungsklage gegen mehrere chinesische Unternehmen und eine Forschungseinrichtung eingereicht. Im Zentrum steht die unerlaubte Nutzung eines Patents zur Herstellung von Sclareol, einem Ausgangsstoff für die Produktion von Amber-Duftstoffen. Das Unternehmen fordert, dass die Beklagten die Nutzung der patentierten Technologie einstellen und Schadenersatz leisten.
Der E-Autopionier Tesla will seinen um Jahre verzögerten Elektro-Sattelschlepper auch in Europa auf den Markt bringen. Details zur Einführung des Tesla Semi sowie technische Daten soll es auf der IAA-Nutzfahrzeuge in Hannover geben, teilte Tesla-Chef Elon Musk auf X mit. Die Messe läuft in diesem Jahr von 15. bis 20. September, zuvor gibt es am 14. September einen Pressetag. Teslas Sattelschlepper wurde bereits 2017 vorgestellt und sollte nach damaligen Ankündigungen ursprünglich 2019 in die Produktion gehen. Doch der Konzern schob den Start mehrfach auf, etwa unter Verweis darauf, dass Batterien dringender für Autos wie den Bestseller Model 3 gebraucht würden.
Holcim hat eine Vereinbarung über die Übernahme von Fermacell von James Hardie Industries plc unterzeichnet. Fermacell ist ein europaweit etablierter Anbieter nachhaltiger Wand- und Bodenlösungen mit einem für 2026 erwarteten Umsatz von rund 430 Mio. €. Das Unternehmen ist führend im Bereich hochleistungsfähiger Gipsfaser- sowie zementgebundener Platten und setzt auf nachhaltige Premium-Marken wie fermacell® und Aestuver®.