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Börsenbericht – Schwache Vorgaben für den DAX

Die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten halten die Anleger weltweiter in Atem. US-Präsident Donald Trump kündigte eine neue Blockade iranischer Häfen an und sorgte damit auch für einen weiteren Anstieg der Ölpreise. Sie soll ab heute Nachmittag US-Ostküstenzeit in Kraft treten. Allen anderen Ländern soll ein "fairer und offener" Zugang zur Meerenge möglich sein, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. Er kündigte zudem an, dass die USA für die sichere Durchfahrt der Meerenge aus "Fairnessgründen" Einnahmen in Höhe von 20 % des Frachtwertes für sich beanspruchen. Dies solle die Kosten, die im Zuge der Sicherstellung der Passage anfallen, kompensieren. Zusätzlich wurden erneute gegenseitige Angriffe gemeldet. Die damit verbundenen wieder aufgeflammten Zinssorgen drückten auf die Stimmung. So hatte Fed-Gouverneur Christopher Waller angedeutet, dass die Zinsen in „naher Zukunft“ angehoben werden könnten. Heute und morgen steht zusätzlich die erste halbjährliche Anhörung von Fed-Chef Kevin Warsh vor dem Kongress auf der Agenda. Während beim DAX die 25.000 Punkte-Marke wackelt, sind die Vorgaben von den US-Börsen wenig vielversprechend. Der Dow Jones verlor zum Wochenstart 0,3 %, der S&P 500 0,8 % und die Technologiebörse Nasdaq 1,6 %. Vor allem Halbleiteraktien standen unter Verkaufsdruck. Für neue Impulse dürfte die beginnende US-Berichtssaison sorgen. Traditionell stellen die Großbanken ihre Ergebnisse zuerst vor.  

Formycon und OneSource Specialty Pharma Limited, ein Dienstleistungs- und Auftragsentwicklungsunternehmen (CDMO) mit umfassender Expertise in verschiedenen pharmazeutischen Modalitäten, gaben heute eine strategische Partnerschaft für die Herstellung von Biosimilars bekannt. Im Rahmen dieser Partnerschaft wird OneSource als strategischer Produktionspartner für Formycon tätig sein und seine integrierten Kapazitäten für die Herstellung von Wirkstoffen (Drug Substance, DS) und fertigen Arzneimitteln (Drug Product, DP) an seiner hochmodernen Produktionsstätte für Biologika in Bangalore (Indien) bereitstellen. Die Zusammenarbeit verbindet Formycons ausgewiesene Expertise in der Entwicklung von Biosimilars mit OneSources umfassender End-to-End-Kompetenz in der Herstellung von Biologika, um Formycons Biosimilar-Programme für globale Märkte zu unterstützen.

Der Wirkstoff-Entwickler Evotec senkt wegen nun erwarteter Umsatzverschiebungen und geringerer Erlöserwartungen seine Jahresziele deutlich. 2026 sei mit einem Umsatz von 570 bis 610 Mio. € zu rechnen. Zuvor war Evotec von 700 bis 780 Mio. € ausgegangen. Das bereinigte Ebitda soll nur noch bei –70 bis –105 Mio. € liegen. Zuletzt hatte der Konzern noch auf 0 bis +40 Mio. € gehofft.

Shelly hat seinen Wachstumskurs im 2. Quartal fortgesetzt. Im gesamten 1. Halbjahr wuchs der Erlös mit eigenen Geräten und damit verbundenen Dienstleistungen im Jahresvergleich um 27 % auf 68,3 Mio. €, wie der Anbieter von Lösungen im Bereich Internet of Things und Smart Home mitteilte. Die gesamten Halbjahreszahlen will das Unternehmen am 12. August veröffentlichen.

Der Bahntechnikkonzern Vossloh hat vor dem Hintergrund gesamtwirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheiten seine Erwartungen an das laufende Geschäftsjahr etwas gesenkt. Der Umsatz dürfte bei 1,51 bis 1,61 Mrd. € landen. Zuvor wurden 1,56 bis 1,66 Mrd. € in Aussicht gestellt. Das Ebitda wird nu zwischen 195 und 210 (bisher: 215-230) Mio. € erwartet. Zugleich sieht sich Vossloh unverändert auf einem guten Weg, die für 2030 gesetzten Ziele zu erreichen. Im 1. Halbjahr steigerte der Konzern den Umsatz um gut ein Fünftel im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 710,1 Mio. €. Das Ebitda legte von 74,2 auf 80,9 Mio. € zu. 

Zwölf US-Bundesstaaten ziehen vor Gericht, um die Übernahme des Hollywood-Urgesteins Warner Brothers durch den Konkurrenten Paramount zu verhindern. Der Zusammenschluss der zwei Schwergewichte werde unter anderem höhere Preise sowie weniger Filme und TV-Sendungen zur Folge haben, kritisierte der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta. Die US-Regierung hatte zuvor den Milliardendeal ohne Auflagen genehmigt. Dem Wall Street Journal zufolge wurde die Übernahme von der Führung des Ministeriums durchgewinkt, bevor die zuständigen Juristen der Behörde eine Empfehlung abgeben konnten.