Der DAX startete mit leichten Verlusten in den neuen Börsenmonat, nachdem die Renditen der Staatsanleihen weiter stiegen. Auch den September beendete der dt. Leitindex mit einem roten Vorzeichen. Zwischenzeitig näherte sich der DAX wieder der Marke von 25.000 Punkten und könnte damit auf den tiefsten Stand seit Ende Juli rutschen. Die Meldung, dass die Inflation in Europa überraschend stark angestiegen ist. Die Rekordhohen Spritpreise hatten die Teuerungsrate im September mit 3,3 % auf den höchsten Stand seit knapp drei Jahren angeschoben. Hohe Anleiherenditen und die anhaltend hohen Ölpreise haben in den USA zudem die Hoffnungen auf eine Zinspause schwinden lassen. Die US-Inflation ist zuletzt zwar weniger stark gestiegen als erwartet, dennoch erscheint eine weitere Zinsanhebung inzwischen als wahrscheinlich. Nachdem US-Präsident Donald Trump eine Lockerung der Sanktionen gegen den Iran abgelehnt hatte, zogen die Ölpreise wieder an. An der Wall Street beendete der Dow Jones den Börsenmonat September mit einem Minus von 0,9 %. Der S&P 500 verlor 0,3 % wohingegen die Technologiebörse Nasdaq um 0,2 % zulegen konnte.
Der KI-Boom treibt die Geschäfte des US-Speicherchip-Spezialisten Micron überraschend kräftig an. Der bereinigte Umsatz dürfte im 1. Quartal bei 60 bis 63 Mrd. $. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll bei 37,15 bis 39,15 $ liegen. Auch die Umsatz- und Gewinnentwicklung im abgelaufenen Quartal übertraf die Markterwartungen. Der Halbleiterkonzern erzielte in dem am 3. September beendeten Jahresviertel einen Gewinn von 37,7 Mrd. $. Im Vorjahr hatte der Gewinn noch bei 3,2 Mrd. $ gelegen. Der Umsatz stieg kräftig auf 54,23 Mrd. $, nach 11,32 Mrd. $ im Vorjahr.
Ein US-Bundesrichter hat den Vergleich von Paramount mit 12 Generalstaatsanwälten der US-Bundesstaaten genehmigt. Dies macht den Weg frei für das von David Ellison geführte Unternehmen, die hart umkämpfte, 81 Mrd. $ schwere Übernahme von Warner Bros. Discovery abzuschließen. Der angekündigte Vergleich beendete ein Kartellverfahren, das von den zwölf von Kalifornien angeführten demokratischen Generalstaatsanwälten angestrengt worden war. Das Verfahren hatte den Deal verzögert und Ellisons Pläne bedroht, einen Medien- und Unterhaltungsriesen zu schaffen.
Die Fresenius hat den Erwerb der verbleibenden 45 % an der mAbxience Holding S.L. (mAbxience) bekannt gegeben. Die Gesamtgegenleistung beträgt bis zu 750 Mio. € einschließlich einer bedingten Zahlung von 50 Mio. € nach erfolgreichen Zulassungen von Produktionsstätten. Die Transaktion wurde am 30. September 2026 unterzeichnet und vollzogen – behördliche Genehmigungen waren nicht erforderlich.
Der Halbleiterkonzern Infineon hat eine neue Fabrik im thailändischen Samut Prakan eröffnet. Derzeit sind an dem Standort südlich von Bangkok 350 Menschen beschäftigt, mit dem Hochlauf des ersten von fünf möglichen Modulen soll diese Zahl auf 1.000 steigen. Langfristig habe der Standort das Potenzial, der größte im Backend-Bereich bei Infineon zu werden, hieß es.