Der deutsche Leitindex setzte seinen Schlingerkurs um die Tausendermarke fort, nachdem an den Asien-Börsen eine Korrektur vor allem bei Technologiewerten eingesetzt hatte. Vor allem Tech-Werte geben nach. Die asiatischen Aktienmärkte tendieren am Dienstag nach einer längeren Rally überwiegend schwächer. In Japan setzten nach acht Gewinntagen in Folge Gewinnmitnahmen ein. An den US-Aktienmärkten gab es gestern keine einheitliche Tendenz. Während die Technologiebörse Nasdaq und der breit gefasste S&P 500 von Verlusten bei großen Technologieaktien belastet wurden und einbüßten, legte der US-Standardwerteindex Dow Jones leicht zu.
Zinssorgen setzten vor allem Technologiewerte unter Druck. Anleger sehen die hohen Bewertungen der Tech-Konzerne zunehmend kritisch und ob sich die milliardenschweren Investitionen in künstliche Intelligenz tatsächlich auszahlen werden. Während in den USA nach dem jüngsten falkenhaften Auftritt der Fed nun noch im laufenden Jahr mit einer Zinserhöhung gerechnet wird, dürfte die EZB mach Einschätzung des Marktes in den kommenden zwölf Monaten die Füße still halten. Dies sollte für den Aktienmarkt hierzulande eher unterstützend wirken.
Am Vormittag stehen die Einkaufsmanagerindizes für Juni im Fokus. Mit der Entspannung der Lage im Nahost-Konflikt werde bereits bei den Juni-Daten eine Verbesserung erwartet, heißt es. Diese dürfte vor allem bei den Dienstleistern überdurchschnittlich stark ausfallen.