Nachdem im gestrigen Handel die Erleichterung über die Entspannung im Zollstreit überwog, nahm der Schwung zum Wochenschluss ab. Nun dürften vor allem die Unternehmensbilanzen für frische Impulse sorgen. Nachdem US-Präsident Donald Trump von seiner Drohung Abstand genommen hat, Strafzölle gegen einige EU-Staaten zu erheben, wenn er Grönland nicht einnehmen darf, konnte der dt. Leitindex einige Punkte wieder aufholen. Damit näherte er sich wieder der runden Marke bei 25.000 Zählern. Nun dürften die anstehenden Unternehmensbilanzen, allen voran in den USA, die Kurse bewegen. Trotz der derzeit herrschenden Entspannung im Grönland-Konflikt bleibt der “sichere Hafen” Gold weiterhin gefragt. Der Goldpreis legte zuletzt weiter zu und näherte sich der 5.000 $-Marke. Auch an der Wall Street zogen die Leitindizes weiter an. Der Dow Jones schloss 0,6 % fester und der S&P 500 beendete den gestrigen Handel 0,5 % höher. Die Technologiebörse Nasdaq konnte um 0,9 % zulegen – die Unsicherheiten wie es im Grönland-Streit weitergeht bleiben jedoch bestehen.
Hierzulande rückte zuletzt der Chemiekonzern BASF in den Fokus der Anleger. In 2025 hat das Unternehmen ersten Berechnungen zufolge unterm Strich rund 1,6 Mrd. € verdient, nach 1,3 Mrd. € im Vorjahr. Der Umsatz sank indes auf 59,7 Mrd. €. Hier hatten sich vor allem negative Währungseffekte und leicht rückläufige Verkaufspreise für den Rückgang gesorgt.
Lieferengpässe bei Rohstoffen haben den Chipkonzern Intel im abgelaufenen Quartal belastet. Die Erlöse gaben um 4 % nach und netto rutschte das Unternehmen mit –591 Mio. $ in die roten Zahlen. Aufgrund der Engpässe kann Intel die stark wachsende Nachfrage nach Server-Prozessoren nicht bedienen.
Die Übernahme von Wacker Neuson durch den südkoreanischen Mischkonzern Doosan Bobcat ist vom Tisch. Anfang Dezember hatte das vermeldete Übernahmeinteresse der Koreaner den Aktienkurs nach oben schnellen lassen. Der Abbruch der Gespräche sorgte zeitweise für ein deutliches Minus.