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Börsenbericht – Spannung bleibt weiterhin hoch

Die Spannungen, ob es weitere Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran geben wird, bleibt hoch. Derzeit gibt es noch keine konkreten Fortschritte. Während sich Anleger in den USA optimistisch zeigten, weil US-Präsident Donald Trump die Waffenruhe verlängert hatte, agierten Anleger hierzulande zurückhaltend. Donald Trump hat zuletzt den Druck auf den Iran erhöht und gibt dem Land Berichten zufolge nur noch wenige Tage Zeit für einen Vorschlag zur Beendigung des Krieges. Allerdings sieht sich Teheran mit der Blockade der für den Ölhandel wichtigen Straße von Hormus in einer Position der Stärke. An der Wall Street verbuchten die Leitindizes im Zuge des Optimismus leichte Kursgewinne. Der Dow Jones kletterte um 0,7 % gen Norden und die Technologiebörse Nasdaq erreichte mit 26.937 Zählern eine neue Bestmarke. Der DAX musste indes einige Punkte wieder abgeben und näherte sich wieder der Marke bei 24.000 Punkten. Das Ausbleiben von neuen Verhandlungen für ein Ende des Iran-Kriegs verunsicherte auch die Anleger an den Rohstoffmärkten. Der Preis für Öl der Sorte Brent kletterte wieder in Richtung des Hochs seit Beginn des Krieges, das im März bei etwa 120 $ je Barrel erreicht worden war. Zwischenzeitig sprang der Preis für ein Barrel der Sorte Brent wieder über die 100-$-Marke. Positive Nachrichten kommen derweil vom Europäischen Automarkt: Im März stiegen die Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 12,5 %, wie der Herstellerverband ACEA mitteilte. EU-Marktführer ist weiterhin VW. Dank neuer und überarbeiteter Steuervergünstigungen und Förderprogramme erholte sich auch die Nachfrage nach E-Autos wieder. 

Texas Instruments hat solide Ergebnisse für das 1. Quartal vorgelegt. Der Gewinn je Aktie übertraf mit 1,68 (1,28) $ die Analystenschätzungen von 1,36 $ deutlich. Der Umsatz erreichte 4,8 Mrd. $ und legte damit um 19 % zu. Der Ausblick für das Q2 fiel ebenfalls stark aus. Der US-Chiphersteller beliefert in erster Linie die Industrie- und Automobilmärkte. Der Absatz an Rechenzentrumskunden stieg jedoch im Vergleich zum Vorjahr um 90 %.

Der Chipkonzern STMicroelectronics hat in den ersten 3 Monaten eine Erholung der Nachfrage mit starken Bestellzahlen und normalisierte Lagerbestände verzeichnet. Für das 2. Quartal erwartet das Management in der Mitte der Spanne einen Umsatz von 3,45 Mrd. $. Dies wäre ein Plus von 11,6 % im Vergleich zum Vorquartal und von 24,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Das Unternehmen geht weiter davon aus, dass der Umsatz mit Rechenzentren 2026 deutlich über 500 Mio $ und 2027 über 1 Mrd, $ liegen wird. Im 1. Jahresviertel sank der Umsatz um 7 % im Vergleich zum Vorquartal auf knapp 3,1 Mrd. $. Unter dem Strich verdiente STMicro 37 Mio. $, nach einem Verlust von –30 Mio. $ im Vorquartal.

Dank des Kassenschlagers Dupixent, neuer Medikamente und Übernahmen ist der Pharmakonzern Sanofi zum Jahresstart gewachsen. Der Umsatz stieg um 6,2 % auf 10,5 Mrd. €. Dabei bremsten negative Währungseffekte das Wachstum des Konzerns noch deutlich, zu konstanten Wechselkursen hätte das Plus 13,6 % betragen. Der bereinigte operative Gewinn legte um 2,2 % auf knapp 3 Mrd. € zu. Hohe Abschreibungen im Zusammenhang mit mehreren Übernahmen sorgten jedoch für einen Gewinnrückgang von 14 %. 

Die Übernahme des Betonschwellen-Spezialisten Sateba hat den Bahntechnikkonzern Vossloh im 1. Quartal in die roten Zahlen gedrückt. Auf die Aktionäre entfiel letztlich ein Verlust von –10,9 (4,7) Mio. €. So belasteten unter anderem höhere Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit der Kaufpreisfinanzierung für Sateba. Der Umsatz stieg in den ersten 3 Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um über ein Viertel auf fast 315 Mio. €. Ohne Sateba wäre er quasi stabil geblieben. Das Ebitda legte um rund 12 % zu.