Die anstehenden Ereignisse in dieser Woche halten Anleger weiterhin in Schach. Neben den Quartalsergebnissen von Nvidia am Mittwoch stehe auch das nächste Notenbankertreffen der Fed in den USA an. Hier wird der Fokus der Anleger und Investoren vor allem auf der Rede des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh liegen. Marktteilnehmer hoffen auf Hinweise auf das weitere Vorgehen der US-Notenbank. Zuletzt hielt sich der DAX trotz Zurückhaltung weiterhin oberhalb der 26.000 Punkte-Marke. Damit bleibt das Rekordhoch weiterhin in Sichtweite. Für Unsicherheit sorgt derweil auch der anhaltende Konflikt zwischen den USA und den Iran. US-Präsident Donald Trump hatte dem Iran zuletzt mit Wirtschaftssanktionen gedroht. Die neuen Sanktionen sollen darauf abzielen, jede potenzielle Einnahmequelle der iranischen Regierung zu unterbinden, so US-Finanzminister Scott Bessent. Der Fokus liege auf digitalen Vermögenswerten, Technologie, Gold, der Luftfahrt und der Schifffahrt. Konkrete Maßnahmen gegen Länder, die Handelspartner Irans sind, nannte er jedoch nicht. An der Wall Street starteten die Leitindizes verhalten in die Börsenwoche. Während die Standardwerte leicht zulegen konnten und den Dow Jones ein Plus von 0,26 % bescherten, gab der S&P 500 um 0,28 % nach. Die Technologiebörse Nasdaq sank 0,97 % gen Süden.
Bei VW beginnt mit der Betriebsversammlung heute in der Wolfsburger Zentrale eine Serie von außerordentlichen Treffen zwischen Vorstand und Belegschaft. Die Arbeitnehmervertretung hat dazu geladen und verlangt Klarheit von der Konzernführung mit Blick auf angekündigte Sparmaßnahmen. Tausende Stellen und vier Werke sollen bei Europas größtem Autobauer in Gefahr sein. VW-Chef Oliver Blume hatte erklärt, dass bisherige Einsparungen noch nicht ausreichend seien. "Wir sind überdimensioniert. Das macht uns oft zu langsam und zu kompliziert", beschrieb der VW-Boss das Problem. "Die Lage ist mehr als kritisch", sagte Blume zuletzt in einem internen Interview.
Der Labordienstleister und Diagnostikkonzern Qiagen hat einen Nachfolger für seinen Chef Thierry Bernard gefunden. Neuer Vorstandschef wird zum 1. September Jonathan Pratt, der bisherige Chef der Filtration Group. Pratt bringe mehr als 25 Jahre internationale Führungserfahrung in den Bereichen Life Sciences, Labortechnologien und Gesundheitswesen mit, so das Unternehmen. Der bisherige Qiagen-Chef Bernard hatte seinen Ausstieg bereits im November 2025 angekündigt. Angaben zufolge wird er noch bis Jahresende einen geordneten Übergang begleiten. Zudem bekräftigte Qiagen die Prognosen für das laufende 3. Quartal und das Gesamtjahr.
Der Sportwagenbauer Porsche verkauft seine Management- und IT-Beratung MHP. Es wurde ein Vertrag unterzeichnet, der den Verkauf von MHP an Tata Consultancy Services (TCS) vorsieht. Mit der Veräußerung setzt Porsche Konzernchef Michael Leiters zufolge einen weiteren wichtigen Schritt seiner Strategie um, sich konsequent auf das Kerngeschäft zu fokussieren. Die Behörden müssen der vollständigen Übernahme noch zustimmen. Die Partner erwarten einen Abschluss der Transaktion in den kommenden Monaten. Zum Kaufpreis machten Porsche und TCS keine Angaben.
Gerresheimer geriet zuletzt erneut unter Druck. Der überraschende Rücktritt des Interimchefs Uwe Röhrhoff erhöht wieder die Unsicherheit unter den Anlegern, wie es bei dem angeschlagenen Verpackungshersteller weitergeht. Der Manager hat sein Mandat, das ohnehin nur bis längstens Oktober 2026 galt, auf eigenen Wunsch beendet. Finanzchef Wolf Lehmann und Vorstandsmitglied Achim Schalk sollen bis auf Weiteres seine Aufgaben übernehmen.