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Börsenbericht – Startschuss im DAX

Nachdem der DAX zu Wochenbeginn ein neues Rekordhoch erreicht hat, dürfte die Rekordrally auch heute weitergehen. Zwischenzeitig nahm der dt. Leitindex die runde Marke bei 25.000 Punkten ins Visier. Das jüngste Hoch lag bei 24.873 Zählern. Infrastruktur- und geplante Rüstungsausgaben in Milliardenhöhe sowie eine in Aussicht gestellte Belebung der deutschen Wirtschaft hatten den DAX zu Wochenstart angeschoben. Dabei rückte der Angriff der USA auf Venezuela vorübergehend in den Hintergrund. Im heutigen Tagesverlauf stehen hierzulande Verbraucherpreisdaten im Fokus. Ob die positive Stimmung anhält, wird auch von den frischen Inflationsdaten abhängen, die heute veröffentlicht werden. In den vergangenen Monaten hielt sich die Inflationsrate über der Marke von 2 %. Experten gehen davon aus, dass die Teuerungsrate auf 2,1 % gefallen sein dürfte, nach 2,3 % im November. Eine höhere Teuerung schmälert die Kaufkraft der Verbraucher und wirkt sich deshalb negativ auf die Konjunktur aus. An der Wall Street überbot der Dow Jones sein bisheriges Rekordhoch aus dem Dezember – vor allem Ölwerte waren gefragt. Vor allem Aktien der Öl- und Gasindustrie profitierten von der Aussicht auf gute Geschäfte in und mit Venezuela in der Zukunft. Zum Handelsschluss betrug das Plus 1,23 % und es konnte eine neue Bestmarke bei 48.977 Punkten erreicht werden. Damit rückt die runde Marke von 50.000 Zählern in unmittelbare Reichweite. Die Technologiebörse Nasdaq profitierte wie schon im vergangenen Jahr von den Erwartungen rund um die Künstliche Intelligenz. Der Index legte um 0,77 % auf 25.401 Zähler zu. Der S&P 500 gewann 0,64 % auf 6.902 Stellen. 

Mit seiner KI-Expertise will Nvidia in das Geschäft mit selbstfahrenden Autos einsteigen. Im kommenden Jahr soll gemeinsam mit einem Partner ein Robotaxi-Dienst starten. Nvidia-Chef Jensen Huang versprach auf der Technikmesse CES in Las Vegas Autos mit Künstlicher Intelligenz, die Verkehrssituationen wie ein Mensch am Steuer analysieren und Entscheidungen treffen. Zwischen 2028 und 2030 will Nvidia die Technologie auch in Privatfahrzeuge bringen.

Der Bierbrauer AB InBev kauft eine 49,9-%ige Minderheitsbeteiligung an seinen Dosenwerken in den USA zurück. Verkäufer ist ein Konsortium institutioneller Investoren unter Führung der Beteiligungsgesellschaft Apollo. Der Kaufpreis beträgt rund 3 Mrd. $. Finanziert wird der Rückkauf durch vorhandene Barmittel. Die Transaktion soll im 1. Quartal 2026 abgeschlossen werden und gleich im ersten Jahr einen Gewinnbeitrag liefern. Insgesamt umfassen die amerikanischen Dosen-Werke den Angaben zufolge sieben Fabriken in sechs Bundesstaaten.

Nordex hat im Dezember 2025 vom Wind- und Solarparkentwickler UKA (Umweltgerechte Kraftanlagen GmbH & Co. KG) Aufträge über insgesamt 33 Anlagen erhalten. Die Bestellungen der Turbinen des Typs N175/6.X mit einer Gesamtleistung von 224,4 MW sind Teil eines bestehenden
Rahmenvertrags zwischen beiden Unternehmen. Die Verträge umfassen zudem den Premium-Service zur Wartung der Anlagen über 20 Jahre. Die Errichtung und Inbetriebnahme der Turbinen erfolgt projekt- und standortabhängig ab 2027.