Tech-Aktien gerieten jüngst erneut unter Druck und belasteten die Börsen weltweit. Auch die Quartalszahlen des Streaming-Schwergewichts Netflix konnte den Abverkauf nicht aufhalten. An der Wall Street sorgte der Abverkauf ebenfalls für Verluste: Der Dow Jones verlor 0,2 % und der S&P 500 schloss 0,5 % leichter. Die Technologiebörse Nasdaq beendete den Handel sogar 1,5 % schwächer. Auch in Asien sorgte der Ausverkauf der Chip-Werte für rückläufige Kurse. So schloss der japanische Nikkei-Index 3,6 % im Minus. Den schwachen Vorgaben konnte sich auch der DAX nicht entziehen. Zwischenzeitig gab der dt. Leitindex die runde Marke von 25.000 Punkten preis. Vor allem die Unsicherheiten über die Fortsetzung des Halbleiterzyklus sorgt für Unsicherheiten unter den Anlegern. Die in den kommenden Tagen anstehenden Quartalsberichte der Tech-Unternehmen werden daher genau unter die Lupe genommen. Vor allem die Frage, ob sich die horrenden Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) auszahlen, wird dabei im Fokus stehen. Hinzu kommt die Lage im Nahen Osten, wo die eskalierenden Spannungen die Ölpreise weiter antreiben. Zuletzt erreichten sie den höchsten Stand seit drei Monaten.
Netflix konnte erneut mit Produktionen, wie der Thriller-Serie „I Will Find You“ oder der Animationsserie „Swapped“ Kunden vor die Bildschirme locken. Im abgelaufenen Quartal konnte der Umsatz um 13 % und der Gewinn um 8,8 % verbessern. Für das laufende Jahresviertel wird mit einem Erlöseplus von 12 % gerechnet. Dass Netflix in Zukunft nur noch einmal statt zweimal jährlich über die Popularität seiner Filme und Serien berichten will, kam indes nicht gut an.
Der Wechselrichter-Hersteller SMA Solar blickt zuversichtlicher für das laufende Jahr. Nach einem erfolgreichen Quartal erwartet das Unternehmen nun für 2026 Erlöse zwischen 1,625 und 1,725 Mrd. €. Das Ebitda wird nun zwischen 180 und 230 Mio. € anvisiert.
Nachdem Konkurrent Stripe gemeinsam mit dem Finanzinvestor Advent Insidern zufolge ein Übernahmeangebot für PayPal in Höhe von 60,50 $ je Aktie vorgelegt haben, bewertet das PayPal-Management dieses als zu niedrig. Zudem dürfte eine Übernahme auf regulatorische und finanzielle Hürden stoßen.
Der Nutzfahrzeughersteller Volvo AB hat im 2. Quartal besser abgeschnitten als erwartet. Dabei habe Volvo eine starke Nachfrage nach Lkw verzeichnet, teilte das Unternehmen mit. Höhere Kosten, etwa für US-Zölle, Fracht oder Material, konnten die Schweden dabei ausgleichen. Der Umsatz stieg auf 126,3 Mrd. SEK, was einem organischen Plus von 7 % entspricht. Das bereinigte operative Ergebnis verbesserte sich auf 14,8 Mrd. SEK. Im Bereich Lkw stieg das Neugeschäft um 33 % auf 63.412 Fahrzeuge. Während die Nachfrage in Europa und Südamerika weiter schrittweise zulegte, stieg sie in Nordamerika sprunghaft an und war mehr als doppelt so hoch wie im Jahr zuvor.
Die Finanzaufsicht BaFin hat eine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts des Arzneimittelherstellers Dermapharm für das Jahr 2025 eingeleitet. Den Angaben zufolge lägen konkrete Anhaltspunkte dafür vor, dass das Unternehmen gegen Rechnungslegungsvorschriften verstoßen habe, teilte die Behörde mit. Dabei gehe es um eine Abbildung einer Forderung einschließlich darauf erfasster Zinsansprüche in Höhe von 63,2 Mio. €, die möglicherweise fehlerhaft sei. Zudem liegen der BaFin zufolge Anhaltspunkte dafür vor, dass Geschäftsvorfälle mit einem nahestehenden Unternehmen unzureichend erläutert wurden. Die Prüfung wurde bereits am 14. Juli eingeleitet.
Ein geplanter weiterer Testflug des größten jemals gebauten Raketensystems ist kurz vor dem Start abgebrochen worden. „Einige der Triebwerke haben nicht gezündet, was einen automatischen Abbruch des Starts ausgelöst hat", schrieb SpaceX-CEO Elon Musk, dessen Raketenunternehmen Starship entwickelt hat. „Der nächste Startversuch wird hoffentlich in ein paar Tagen stattfinden." Im Mai hatte die Riesen-Rakete zuletzt einen Testflug absolviert, den insgesamt zwölften. Auch dabei waren einige Triebwerke ausgefallen, ansonsten war der Test aber weitgehend nach Plan verlaufen.