Die steigenden Ölpreise sowie der anhaltende Ausverkauf an den Anleihemärkten sorgt weiterhin für angespannte Stimmung an den Börsen. Hinzu kommt, dass erneut die Technologiewerte unter Druck gerieten. Ob sich der DAX, mit wenig Tech-Werten, der Schwäche entziehen kann, muss er nun beweisen. Die Ölpreise stiegen zuletzt wieder, während die Zuversicht hinsichtlich einer baldigen diplomatischen Lösung im Krieg zwischen den USA und dem Iran wieder schwindet. Von ölpreisbedingten Inflationssorgen angetrieben hatten zunehmende Wetten auf weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed die Renditen von amerikanischen Staatsanleihen auf Mehrjahreshochs getrieben. An der Wall Street starteten die Leitindizes schwächer in die neue Börsenwoche. Vor allem die Tech-Werte gerieten unter Druck, nachdem erneut negative Meldungen aus dem KI-Sektor kamen. Der ChatGPT-Entwickler OpenAI hat angekündigt, nach einem erneuten Zwischenfall, das Training seiner leistungsstärksten KI-Modelle auszusetzen. Der Dow Jones gab 0,67 % nach, während der S&P 500 0,77 % verlor. Die Technologiebörse Nasdaq verlor 1,08 %.
Der Chipkonzern AMD gibt mehr als 8 Mrd. $ für das Start-up einer KI-Pionierin aus. Um Technik für die nächste Generation Künstlicher Intelligenz zu bauen, müsse man tiefgründig verstehen, wie sich die KI-Modelle entwickeln, begründete AMD-Chefin Lisa Su den Zukauf. AMD lässt sich die Übernahme der Firma World Labs 8,2 Mrd. $ in Form eigener Aktien kosten. Gründerin Fei-Fei Li wird Chefwissenschaftlerin von AMD.
Der neue Software-Fehler bei Boeings 737 MAX verzögert die Zulassung der größten Modellvariante des weit verbreiteten Flugzeugs weiter. Die US-Luftfahrtaufsicht FAA wolle über die Zertifizierung der 737 MAX 10 erst nach einer Bewertung des neu bekanntgewordenen Problems entscheiden, sagte Behördenchef Bryan Bedford. Die bereits um Jahre verzögerte Zulassung war früheren Medienberichten zufolge für die kommenden Wochen erwartet worden.
Die Dt. Bank hat ihr am 25. August 2026 gestartetes Aktienrückkaufprogramm planmäßig am 25. September 2026 abgeschlossen. Deutschlands größte Bank hat insgesamt 15.063.631 eigene Aktien über die Börse zurückgekauft. Der Gesamtkaufpreis lag bei rund 500 Mio. €.