Nach dem jüngsten Stabilisierungsversuch im DAX konnte der dt. Leitindex zum Wochenschluss den Trend zunächst nicht aufrechterhalten. Bereits im gestrigen Handel hatte der DAX erneut einige Punkte eingebüßt, konnte sich jedoch knapp über seinem Jahrestief fangen. Die seit Jahresanfang verzeichneten Gewinne sind inzwischen aufgezehrt und der Abstand zur runden Marke bei 25.000 Punkten wird immer größer. Vor allem die Tech-Werte gerieten einmal mehr unter Druck. Der Online-Riese Amazon plant Investitionen, die selbst die der Google-Mutter Alphabet übertreffen – Anleger fragen sich, wann und ob sich die Investitionen in KI und Rechenzentren auszahlen. Hierzulande sorgten auch die fehlenden Hinweise der EZB auf die künftige Geldpolitik für Zurückhaltung. Die EZB beließ den Einlagensatz bei 2,0 %. Experten erwarten vorerst keine Zinsschritte, zumal die Inflationsgefahr als weitgehend gebannt gilt. Von der Wall Street kommen schwache Vorgaben: Der Dow Jones gab um 1,2 % auf 48.908 Punkte nach. Der S&P 500 setzte 1,2 % auf 6.798 Zähler zurück, und die Technologiebörse Nasdaq sank um 1,6 % auf 22.540 Stellen.
Der italienische Energieversorger Enel hat in 2025 Umsatz und Gewinn gesteigert. Die Erlöse legten um knapp 2 % auf 80,4 Mrd. € zu und das bereinigte Ebitda stieg um 2,2 % auf 22,9 Mrd. €. Im Heimatland seien die Margen unter anderem wegen sinkender Preise für Endkunden gefallen, hieß es weiter. Dies sei durch die positive Entwicklung außerhalb Italiens mehr als kompensiert worden.
Der französische Infrastrukturkonzern Vinci hat im vergangenen Jahr die Markterwartungen übertroffen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg auf 9,56 Mrd. €. Der Umsatz kletterte um gut 4 % auf fast 74,6 Mrd. €. Der Gewinn landete bei 4,9 Mrd. € und die Dividende soll um 0,25 € auf 5,00 € zulegen. Wenn die Effekte einer höheren Unternehmenssteuer außer Acht gelassen werden, erwartet das Management auch im neuen Jahr mehr Umsatz und mehr Gewinn.
Im Januar 2026 konnte Nordex aus mehreren europäischen Ländern neue Aufträge mit einer Gesamtleistung von 220
MW verzeichnen. Aus Großbritannien hat Nordex einen Auftrag zur Lieferung und Errichtung von 14 Turbinen mit einer Gesamtleistung von über 90 MW erhalten. Die Fertigstellung dieses Projekts ist für 2028 geplant. In der Türkei sammelte der Konzern Aufträge über 78 MW für verschiedene Turbinentypen sowohl für neue Projekte als auch für die Erweiterungen
mehrerer bestehender Windparks. Im Jahr 2027 wird Nordex zudem beginnen in Litauen einen neuen 47,6-MW-Windpark
mit sieben Turbinen in der "Cold Climate"-Version und mit dem Nordex Advanced Anti-Icing System (AIS) auszustatten. Die Fertigstellung des Projekts ist für 2028 geplant.
Amazon übertraf zuletzt bei geplanten Investitionen selbst die ausgabefreudigen Tech-Rivalen: Der Handelsriese will in diesem Jahr rund 200 Mrd. $ in KI, Chips, Robotik und Satelliten stecken. Für Anleger war die Zahl schwer zu verdauen: Die Aktie gab zwischenzeitig um mehr als 10 % nach.