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Börsenbericht – Verfallstag an der Börse

Zum Wochenschluss sorgte die anhaltende Unsicherheit der Anleger hierzulande für Zurückhaltung. Dabei stützen die Vorgaben der Wall Street und auch die Ölpreise gaben zuletzt weiter nach. Immerhin näherte sich der DAX zwischenzeitig wieder der runden Marke bei 26.000 Punkten. Auch die Zinsanhebung der US-Notenbank Fed wurde gelassen aufgenommen. Zum einen war ein solcher Schritt erwartet worden und zum anderen bewiesen die Notenbanker rund um Fed-Chef Kevin Warsh ihre Unabhängigkeit. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt immer wieder lautstark Zinssenkungen gefordert. Die Unsicherheiten in Bezug auf den Ölmarkt bleiben jedoch hoch. Eine mögliche Alternativroute für Öllieferungen aus dem Nahen Osten hatte zuletzt für Entspannungen gesorgt. Allerdings stellt sich inzwischen zunehmend die Frage, welche Bedeutung den Bewegungen noch beizumessen ist. Die US-Großbank JP Morgan hat eigenen Angaben zufolge zum ersten Mal seit Beginn des Iran-Krieges keine klare Prognose für die Ölmärkte. „Wir wissen einfach nicht, wie wir den Ausgang modellieren sollen", schrieben die Analysten in einer Studie. Sechs Monate nach Beginn des Konflikts seien viele wirtschaftliche rote Linien überschritten worden, ohne dass eine Lösung in Sicht sei. Die Vorgaben von der Wall Street sind derweil positiv: Robuste Arbeitsmarktdaten und sinkende Ölpreise hatten die Leitindizes gestützt. Der Dow Jones beendete den Handel 0,6 % fester, während der S&P 500 sogar ein Plus von 1,1 % schaffte. Die Technologiebörse Nasdaq kletterte um 1,7 % gen Norden. Für Bewegungen in den Kursen dürfte derweil der heute stattfindende große Verfallstag sorgen. Heute laufen Terminkontrakte auf Aktien und Indizes an den Terminbörsen aus.  Vom "großen Verfall" ist die Rede, wenn Optionen und Futures auf Indizes und einzelne Aktien am selben Tag verfallen.

Der Solartechnikhersteller SMA Solar hat an seinem Stammsitz in Niestetal eine neue Fertigungsanlage eröffnet. In der neuen "Gigawatt Factory" soll Wechselrichtertechnik für große Solar- und Energieprojekte gefertigt werden. Rund 80 Mio. € hat SMA nach eigenen Angaben in das neue Werk investiert. Das sei eine der bedeutendsten Produktionsinvestitionen in der Geschichte des Unternehmens, hieß es.

Der frühere Easyjet-Chef Johan Lundgren soll künftig den Aufsichtsrat des Reisekonzerns TUI führen. Dessen bisheriger Vorsitzender, der frühere Daimler-Chef Dieter Zetsche, wird bei der Hauptversammlung im Februar nicht mehr für das Gremium kandidieren, teilte TUI mit. Anteilseigner und Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat hätten einstimmig für die Nominierung von Lundgren als Nachfolger gestimmt, hieß es weiter.

Die Investmentbank Oddo BHF hat Infineon bei unverändertem Kursziel von 80 € von "Neutral" auf "Outperform" hochgestuft. Analyst Stephane Houri begründete dies mit der Kurskorrektur. Hervorragende Aussichten für 2027 seien kaum zu ignorieren, schrieb er nach einer Roadshow in Paris.