Nachdem US-Präsident Donald Trump zuletzt angekündigt hatte, dass eine Einigung zwischen den USA und dem Iran in Sicht sei, haben sich beide Parteien erneut gegenseitig angegriffen. Nach der Rekordstimmung an den Aktienmärkten dürfte die Rally vorerst beendet sein. Trump drängte den Iran zuletzt, schnell eine Friedensvereinbarung zu unterzeichnen – sonst würde das US-Militär in Zukunft noch härter und gewaltsamer iranische Einheiten treffen. Damit stiegen die Sorgen der Anleger einmal mehr, inwieweit diese erneuten Angriffe Auswirkungen auf die Ölversorgung haben könnte. Der Ölpreis sprang bereits wieder an – ein Barrel der Rohölsorte Brent sprang zeitweise wieder über 100 $. Der DAX startete schwächer in en letzten Handelstag der Woche. Auch in den USA setzten zunächst Gewinnmitnahmen ein. Der S&P 500 und die Technologiebörse Nasdaq erreichten erneut Bestmarken. Der Dow Jones schloss 0,6 % leichter und der S&P 500 gab um 0,4 % nach. Der Tech-Index Nasdaq setzte schlussendlich 0,2 % zurück. Auch im Zollstreit mit der EU machte Trump weiter Druck: Sollte die Europäische Union nicht bis zum 250. Geburtstag der USA (4. Juli) ihren Teil des Abkommens erfüllen, würden die Zölle “leider sofort auf ein viel höheres Niveau steigen”, so Trump auf seiner Plattform Truth Social.
Die von der UniCredit bedrängte Commerzbank will Investoren mit einem weiteren Stellenabbau und ehrgeizigeren Gewinnzielen von ihrer eigenständigen Zukunft überzeugen. Bis 2030 sollen zusätzlich zu den bereits angekündigten Einsparungen konzernweit etwa 3.000 weitere Vollzeitstellen gestrichen werden. Erst im Februar 2025 hatte die Commerzbank den Abbau von 3.900 Vollzeitstellen bis Ende 2027 angekündigt, den Großteil davon in Deutschland. Im 1. Quartal 2026 erzielte die Bank einen operativen Gewinn in Höhe von 1,36 Mrd. € sowie einen Überschuss von 913 Mio. € und übertraf damit die Analystenerwartungen. Für 2026 erwartet die Commerzbank im Rahmen ihrer überarbeiteten Strategie nun mehr Gewinn als bisher: Sie plant einen Überschuss von mindestens 3,4 Mrd. €, das sind 200 Mio. € mehr als bisher.
Der IT-Dienstleister Bechtle beendete das Auftaktquartal mit einem Rekordauftragsbestand. Im Q1 stieg der Umsatz verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 7,6 % auf 1,57 Mrd. € und fiel damit etwas besser aus als Analysten erwartet hatten. Der Gewinn vor Steuern legte um 11,5 % auf 61,6 Mio. € zu und verfehlte damit die Markterwartungen. Unterm Strich entfiel auf die Aktionäre ein Gewinn von gut 45 Mio. € und damit 15,9 % mehr.
Der Elektronik- und Medienkonzern Sony hat unter anderem dank guter Geschäfte mit Kameras und bildverarbeitenden Produkten im Geschäftsjahr 2025/26 (per Ende März) operativ mehr verdient. Der Umsatz kletterte um 4 % auf 12,5 Bill Yen und operativ stand mit 1,45 Bill. Yen ein Plus von 13 % in der Bilanz. Im kommenden Geschäftsjahr wird ein operativer Gewinn von 1,6 Bill. Yen erwartet. Sony kündigte zudem den Rückkauf von eigenen Aktien für den Wert von bis zu 500 Bill. Yen an.