Der DAX unterschritt zur Wochenmitte erneut zeitweise die runde Marke bei 26.000 Punkten. Das Rekordhoch bei 26.618 Zählern rückt damit weiter in die Ferne. Einmal mehr sorgten die Entwicklungen im Iran-Krieg und die damit verbundenen weiter steigenden Ölpreise für Zurückhaltung bei den Anlegern. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent nähert sich wieder der Marke von 100 $. Das US-Militär hat nach eigenen Angaben fünf iranische Rohöltanker angegriffen und "zerstört". Irans Revolutionsgarden reagierten nach eigenen Angaben umgehend mit "schweren Raketenangriffen" auf das mit den USA verbündete Königreich Jordanien. Laut der staatlichen jordanischen Nachrichtenagentur Petra fing die Armee 20 ballistische Raketen ab. Anleger warten auch auf die am Donnerstag erwartete Leitzinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Vorgaben der Wall Street sind indes schwach. Mit den steigenden Ölpreisen wachsen auch wieder die Sorgen vor einer anhaltend hohen Inflation und steigenden Zinsen. Der Dow Jones gab um 1,18 % auf 52.786 Punkte nach. Die Technologiebörse Nasdaq 100 verlor um 0,12 % auf 29.508 Zähler und der S&P 500 setzte um 0,58 % auf 7.674 Punkte zurück.
Auto1 muss sich erneut auf die Suche nach einem neuen Finanzvorstand machen. Wie der MDAX-Konzern mitteilte, ist Christian Wallentin von seiner Position als Finanzvorstand aus familiären Gründen zurückgetreten. Er ist erst seit Anfang des Jahres CFO. CEO Christian Bertermann wird das Finanzressort zusätzlich übernehmen, bis ein Nachfolger gefunden ist. Der Aufsichtsrat befinde sich bei der Suche bereits in einem fortgeschrittenen Stadium.
Die Dt. Börse verschafft sich durch eine Wandelanleihe frisches Geld. Diese habe einen Gesamtbetrag von 600 Mio. € bei einer Laufzeit bis 2031, teilte das Unternehmen mit. Der Zinssatz der Schuldverschreibungen liegt bei 0,5 %. Sie werden im Rahmen eines beschleunigten Verfahrens ausschließlich bei institutionellen Investoren platziert, das Bezugsrecht bestehender Aktionäre wird ausgeschlossen. Der anfängliche Wandlungspreis wird mit einer Wandlungsprämie zwischen 30 und 35 % über dem Referenzaktienkurs festgesetzt. Den Nettoerlös will der Konzern für allgemeine Unternehmenszwecke verwenden.
Der Zara-Mutterkonzern Inditex konnte trotz anhaltend schwacher Konsumlaune und anziehender Inflation in den ersten 6 Monaten etwas besser abschneiden. Die Frühjahrs- und Sommerkollektionen seien bei den Kunden gut angekommen, teilte der spanische Konzern mit Marken wie Zara, Bershka, Pull & Bear, Massimo Dutti und Stradivarius mit. In den ersten 6 Monaten des Geschäftsjahres bis Ende Juli stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um knapp 8 % auf 19,8 Mrd. €. Das Ebit kletterte nominal ebenfalls um fast 8 % auf 3,8 Mrd. €. Auf die Aktionäre entfiel ein Nettogewinn von 3,0 Mrd. €, das waren fast 7 % mehr als ein Jahr zuvor.