Anleger schwankten zuletzt zwischen bangen und hoffen, dass sich die USA und der Iran doch noch einigen. Neue Spekulationen von US-Präsident Donald Trump schoben die Börsen zu Wochenstart an – dennoch bleibt die Lage angespannt. Bereits zum Wochenstart konnte der DAX seine anfänglichen Verluste eindämmen und etwas besser den Handel beenden. Die wichtige Marke bei 24.000 Punkten bleibt damit in Sichtweite. Die US-Regierung gab an, trotz der vorerst gescheiterten Friedensgespräche am Wochenende weiterhin in Verhandlungen mit dem Teheran zu stehen. Trump sagte am Montag, der Iran habe "heute Morgen angerufen" und wolle eine Einigung erzielen. Auch Vizepräsident JD Vance teilte mit, dass die Gespräche Fortschritte machten – der Iran hat sich indes noch nicht offiziell geäußert. An der Wall Street hatte die Hoffnung auf einen möglichen Deal die Leitindizes gestützt. Während der Dow Jones um 0,6 % zulegte, fuhr der S&P 500 sogar um 1 % gen Norden. die Technologiebörse Nasdaq legte um 1,1 % zu. Nachdem US-Präsident Donald Trump eine Seeblockade der Straße von Hormus angekündigt hatte und diese seit Wochenbeginn in Kraft ist, stiegen die Ölpreise zu Wochenbeginn wieder an und kletterten zeitweise über 100 $ je Barrel. Zuletzt gaben die Ölpreise wieder etwas nach und rutschten unter diese Marke. Angesichts der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten rückten andere Meldungen beinahe in den Hintergrund. Die Europäische Union hat jedoch weitere Schutzmaßnahmen beschlossen. Die EU hat sich vorläufig darauf geeinigt, die Stahlimporte nahezu zu halbieren und Zölle von 50 % auf überschüssige Lieferungen zu erheben. Damit soll die Stahlindustrie vor Überproduktion aus anderen Ländern geschützt werden. Vertreter des EU-Parlaments und des Rates einigten sich darauf, die zollfreien Importe auf 18,3 Mio. Tonnen pro Jahr zu begrenzen.
Der Aromen- und Duftstoff-Hersteller Givaudan hat im 1. Quartal wegen ungünstiger Währungskurse einen Umsatzrückgang verbucht. Organisch legte der Erlös zwar leicht um 2,8 % zu, insgesamt musste der Konzern jedoch ein Minus von 5,2 % hinnehmen. Angesichts höherer Einkaufskosten im laufenden Jahr will der Konzern seine Preise erhöhen, um den Kostenanstieg nach eigenen Angaben vollständig auszugleichen. Der neue Konzernchef Christian Stammkoetter zeigte sich trotz der schwierigeren Entwicklung zufrieden mit dem Jahresstart. Zudem betonte er die hohe Vergleichsbasis aus dem Vorjahr. Da hatte Givaudan den Umsatz organisch um 7,4 % gesteigert. Derweil hält der Manager an seinem Ziel fest, den Erlös in den Jahren 2026 bis 2030 organisch um 4 bis 6 % pro Jahr zu steigern. Dabei handle es sich um einen Durchschnittswert. Schwächere Jahre sollen durch stärkere Wachstumsperioden ausgeglichen werden.
Der erfolgreiche Verkaufsstart der "Toniebox 2" stimmt den Spielwarenhersteller Tonies für das laufende Jahr zuversichtlich. So soll der Konzernumsatz währungsbereinigt um mehr als 20 % gegenüber dem Vorjahr auf über 760 Mio. € zulegen. Die bereinigte Ebitda-Marge soll zwischen 9 und 11 % landen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr verzeichnete Tonies wie bereits bekannt einen Konzernumsatz von gut 630 Mio. €, ein Anstieg um rund 31 % gegenüber 2024. Tonies machte knapp die Hälfte des Jahresumsatzes im vom Weihnachtsgeschäft und Aktionstagen wie dem Black Friday geprägten Q4.