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Bullen sind zurück

Zahlenflut treibt den DAX

Bis auf 15.725 Punkte schaffte es der deutsche Leitindex im gestrigen Handel. Zur Wochenmitte dürfte es indes ein wenig ruhiger zugehen. Das liegt vor allem an den Vorgaben der Wall Street. Dank vieler guter Geschäftszahlen von US-Unternehmen legte der Dow-Jones-Index in New York noch einmal minimal auf knapp 35.757 Punkte zu, genug für einen neuen Rekord. Der technologielastige Nasdaq rückte 0,1 % auf 15.236 Punkte vor, und der breit gefasste S&P 500 legte 0,2 % auf 4.575 Punkte zu, ebenfalls ein neuer Höchststand. Dennoch dürften die hohen Stände rund um den Globus trotz Lieferengpässen und Coronapandemie zunächst weiter halten. Das liegt auch an den durchaus guten Quartalsberichten: 

 Eine gute Nachfrage und höheren Preise für seine Produkte stimmen den weltgrößten Chemiekonzern BASF zuversichtlich, auch mit Blick auf das Gesamtjahr. Für 2021 erwartet BASF nun einen Umsatz zwischen 76 und 78 Mrd. €. Auch auf der Ergebnisseite rechnet das Unternehmen mit deutlicheren Steigerungen. Kein Wunder, dass es für den Wert erst einmal aufwärts ging. 

Der Software-Konzern Microsoft hat im vergangenen Geschäftsquartal dank seiner florierenden Cloud-Dienste gut verdient. Der Nettogewinn kletterte in den drei Monaten bis Ende September im Jahresvergleich um 48 % auf 20,5 Mrd. $. Der starke Anstieg war aber auch einer milliardenschweren Steuergutschrift geschuldet. Die Erlöse des Unternehmens wuchsen um 22 % auf 45,3 Mrd. $. Auch hier stand ein Kursplus. 

Die Google-Mutter Alphabet profitiert weiterhin massiv von der Digitalisierung des Lebens in der Coronapandemie. Im vergangenen Quartal stieg der Umsatz des Internet-Konzerns im Jahresvergleich um 41 % auf gut 65,1 Mrd. $. Beim Gewinn gab es einen Sprung von 11,2 auf 18,9 Mrd. $. Das Werbegeschäft von Google steuerte mit 53,1 Mrd. $ den Löwenanteil des Geschäfts bei. 

Die Coronakrise sorgt bei Twitter weiter für steigende Erlöse. Im 3. Quartal stieg der Umsatz um 37 % auf 1,28 Mrd. $, wie der weltgrößte Kurznachrichtendienst mitteilte. Im 4. Quartal sollen die Erlöse zwischen 1,5 und 1,6 Mrd. $ liegen. Trotzdem graben Konkurrenten wie TikTok Twitter ein wenig das Wasser ab. Die Zahl der täglich aktiven Nutzer erhöhte sich zwar um 13 % auf 211 Mio. Zwar lag Twitter damit hinter den Erwartungen, kursseitig ging es dennoch vorerst ins Plus.  

 

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