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DAX in neuer Aufstellung

Goldener Börsenherbst nicht in Sicht

Die vergangene Börsenwoche ist alles andere als ruhig und entspannt verlaufen. Am sogenannten Verlusttag hatte der DAX ordentlich zu kämpfen und auch zu Beginn der neuen Börsenwoche geben sich die Anleger erst einmal weiter verhalten. Für den deutsche Leitindex beginnt dennoch eine neue Phase: ab heute zeigt sich der DAX nicht mehr mit 30 Werten, sondern umfasst nunmehr 40 Titel. Vor allem im internationalen Bereihc soll der DAX somit mehr bestehen können. Mit Blick auf die internationalen Indizes und Märkte zeigt sich auch der Dow noch immer eher verhalten. Vor allem die Schuldenkrise beim chinesischen Immobilienkonzern Evergrande lasstet noch immer auf der Käuferlaune. 

Der Halbleiterhersteller Infineon rechnet mit deutlichen Preissteigerungen bei Halbleitern. Infineon-Chef Reinhard Ploss sagte bei der Eröffnung eines neuen Werks im österreichischen Villach, sein Unternehmen habe derzeit mit gestiegenen Kosten bei Zulieferern und einem erhöhten Investitionsbedarf zu tun, die an die Kunden weitergegeben werden müssten. Derzeit sei die Industrie bereit, "fast schon Mondpreise" zu zahlen. Das kam entsprechend nicht sonderlich gut an. 

Die in keinem der großen DAX-Indizes mehr gelisteten Biotest-Aktien zeigen sich nach ihrem Kurssprung von vergangener Woche auch vorbörslich zunächst positiv. Im Zuge eines Besitzerwechsels rückten die Stammaktien am Nachmittag um 23 % vor auf 43,20 €. Der neue spanische Mehrheitseigentümer Grifols bietet 43 € für die im Freiverkehr verbliebenen Papiere. Mit dem Erwerb wollen die Spanier ihr globales Angebot an Plasma-Therapien erweitern. Der Blutplasma-Spezialist aus Dreieich bei Frankfurt gehörte zuvor dem Finanzinvestor Tiancheng aus Hongkong, der seine deutsche Pharmaceutical Holding für 1,1 Mrd. € an die Spanier abgegeben hat. Grifols ist damit vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen neuer Eigentümer von knapp 90 % der stimmberechtigten Stammaktien und 1 % der Vorzugsaktien von Biotest. Für letztere bietet Grifols 37 €, sie rückten um 8,7 % auf 38,60 € vor. Damit lagen sie stärker als die Stammaktien über dem Angebotspreis.

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