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DAX schwächelt

Gemischte Vorgaben von der Wall Street

Nach dem gestrigen Kursrückgang hielten sich die Anleger auch zu Wochenschluss zunächst zurück. Der dt. Leitindex rutschte unter 15.800 Punkte ab und der Ausbruch auf das Rekordhoch bei 16.030 Zählern könnte sich als Fehlausbruch entpuppen. Grund für die Zurückhaltung waren vor allem die steigenden Coronafallzahlen und die Sorge vor einem geldpolitischen Kurswechsel der US-Notenbank Fed. Veröffentlichten Protokollen zufolge könnten die US-Notenbanker bereits im laufenden Jahr mit dem sogenannten "Tapering" beginnen. Darunter versteht man das Herunterfahren der umfangreichen Anleihenkäufe durch die Währungshüter. Viele Experten rechnen mit diesem Schritt bereits im September. Auch von der Wall Street erhielt der DAX zuletzt gemischte Vorgaben. Während der Dow Jones um 0,2 % zurücksetzte konnte sich der S&P 500 leicht auf 4.405 Zähler verbessern. Und auch die Technologiebörse Nasdaq rückte um 0,1 % vor. 

In einem erneuten Anlauf versucht die US-Regierung Facebook zu zerschlagen. Bei der Handelsbehörde FTC sei eine entsprechende Kartellrechtsklage eingereicht worden. Eine erste Version der Klage wurde vom zuständigen Richter abgewiesen. Als Begründung hieß es, die FTC habe keine ausreichenden Belege vorweisen können, dass Facebook ein angebliches Monopol im Markt für soziale Medien habe.

Die anhaltend starke Nachfrage nach Elektronikgeräten in der Pandemie beflügelte den Chip-Zulieferer Applied Materials auch im 3. Quartal. Der US-Konzern steigerte in diesem Zeitraum seinen Nettogewinn auf 1,72 Mrd. $. Damit hat der Konzern seinen Gewinn mehr als verdoppelt. Der Umsatz kletterte um 41 % auf 6,2 Mrd. $.

Wegen des anhaltenden Chipmangels muss der Wolfsburger Autokonzern VW seine Pkw-Produktion herunterfahren. Der Konzern kündigte an, nach der Sommerpause nur eingeschränkt wieder starten zu können. Es werde auf allen Fertigungslinien nur in einer Schicht produziert und Kurzarbeit beantragt. 

Gute Nachrichten aus der deutschen Chemiebranche gaben dem Spezialchemie-Konzern Covestro zuletzt Rückenwind. Nach Angaben des Verbandes VCI konnte die Branche an ihren positiven Jahresstart anknüpfen und steuert auf ein Rekordjahr zu. 

Auch Wacker Chemie profitierte von der guten Stimmung des Sektors. Zudem vermeldete der Konzern einen Großauftrag des chinesischen Solarmodul-Herstellers Jinkosolar. Bis Ende 2026 soll der Spezialchemiekonzern mehr als 70.000 Tonnern Polysilizium liefern.

 

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