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DAX weiterhin im Aufwind

Zinssorgen belasten Wall Street

Für den dt. Leitindex schient es derzeit kein Halten zu geben. Zu Wochenmitte erklomm der DAX mit 16.284 Punkten ein weiteres Rekordhoch. Selbst schwächerere Vorgaben von der Wall Street und steigende Coronainfektionszahlen konnten die Anleger zuletzt nicht abschrecken. Rückenwind erhielt der DAX vom Devisenmarkt wo der Euro in der Nähe seines zwischenzeitig erreichten Tiefststands notierte. Die Europäische Gemeinschaftswährung leidet unter den unterschiedlichen geldpolitischen Kursen der USA und der Eurozone. Während die US-Notenbank Fed ihre Anleihenkäufe drosselt und die anhaltend hohe Infltaion vermutlich zu einer früher als erwarteten Zinsanhebung führt, hält die EZB an ihrer ultralockeren Geldpolitik fest. Die Sorge vor einer Leitzinsanhebung belastete zu Wochenmitte erneut die Leitindizes der Wall Street und unterbrachen die Rekordjagd. Der Dow Jones setzte um 0,6 % zurück und der S&P 500 büßte 0,3 % auf 4.689 Zähler ein. Die Technologiebörse Nasdaq verlor 0,3 %. 

Der anhaltende Halbleitermangel hat den Wolfsburger Autokonzern VW gezwungen seine Produktion zu drosseln. Medienberichten zufolge stünden in dieser Woche bereits die Bänder in zwei Werken still. Betroffen sind neben den Modellen ID.3 und ID.4 auch Modelle der Tochtergesellschaft Audi.

Einen deutlichen Kursrücksetzer musste der US-Netzwerkausrüster Cisco hinnehmen. Angesichts der Lieferkettenprobleme und höherer Kosten aufgrund eines Mangels an Bauteilen erwartet der Konzern im laufenden Jahr mit schwächeren Geschäften. Mit einem erwarteten Umsatzanstieg im laufenden Quartal von 4,5 bis 6,5 % blieb Cisco deutlich hinter den Erwartungen der Analysten zurück.

Kräftig bergauf ging es hingegen für die Titel des Halbleiterspezialisten Nvidia. Die hohe Nachfrage nach Chips für Rechenzentren und Computerspiele schob die Ergebnisse der Amerikaner im abgelaufenen Quartal an. Die Erlöse legten im Jahresvergleich um 50 % auf 7,1 Mrd. $ zu. Der Gewinn sprang indes sogar um 84 % an. 

Angesichts der anhaltenden Ermittlungen zum Diesel-Abgasskandal trennt sich Continental von seinem Finanzchef Wolfgang Schäfer. Dieser muss mit sofortiger Wirkung gehen, teilte der DAX-Konzern mit. 

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