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Easyjet lehnt Übernahmeangebot ab

London – Die britische Billigairline Easyjet hat die eigenen Aktionäre aufgefordert, die Übernahmeofferte des US-Investors Castlelake nicht anzunehmen. Die US-Investmentgesellschaft erklärte, der Verwaltungsrat von Easyjet hat das 4,74 Mrd. £ schwere Kaufangebot abgelehnt und rief nun seinerseits die Anteilseigner auf, dieses genau zu prüfen. Castlelake will Easyjet von der Börse nehmen und privatisieren. Der Aktienkurs der Gesellschaft war durch den militärischen Konflikt im Nahen Osten stark belastet worden.

Dem Übernahmevorschlag zufolge sollen die annehmenden Easyjet-Aktionäre 625 p pro Aktie in bar erhalten. Castlelake möchte, dass die Easyjet-Aktionäre den Vorschlag vor Ablauf der regulatorischen Frist am 26. Juni prüfen, bis zu der eine feste Absicht zur Abgabe eines Angebots bekannt gegeben werden muss. Das Angebot ist bereits der dritte Übernahmevorschlag, den Castlelake in den zurückliegenden gut drei Wochen unterbreitet hat. Die in Minneapolis ansässige Investmentgesellschaft ist bereits mit 2,14 % an Easyjet beteiligt. Das Unternehmen ist wie die gesamte Luftfahrtbranche nach Ausbruch des Krieges im Nahen Osten in Turbulenzen geraten, der die Kerosinpreise in die Höhe getrieben, Flugrouten gestört und die Reiselust gedämpft hat.

Die Eaysjet-Aktie ist angesichts der “Übernahmekampfes” zuletzt deutlich angestiegen. Wer nicht mitpokern will, zieht angesichts der Stiegfluges des Kurses hier vorzeitig die Reißleine; (B–).