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Entspannung hält zunächst an

US-Inflationsdaten im Blick

Bislang konnte sich der dt. Leitindex im Wochenverlauf behaupten und einige Punkte gutmachen. Neben überwiegend positiven Unternehmensdaten stützte auch ein vorsichtig optimistischer Ton zu den Gesprächen im Ukraine-Konflikt den Leitindex. Heute richten die Anleger ihre Aufmerksamkeit auf die anstehenden Daten zu den US-Verbraucherpreisen. Bei einem stärkeren Anziehen der Inflation könnte die US-Notenbank Fed schneller und rigoroser an der Zinsschraube drehen. 

Von der Wall Street erhielt der DAX ebenfalls Unterstützung. Die Erholung der letzten Tage setzte sich auch bei den US-Leitindizes fort und der Dow Jones legte um 0,8 % zu. Die Technologiebörse Nasdaq verbuchte sogar ein Plus von 2,1 %. 

Die Ölpreise zogen unterdessen weiter auf "neue historische Höchststände" an. 

Nachdem der Facebook-Konzern Meta in der vergangenen Woche mit sinkenden Nutzerzahlen die Anleger in die Flucht schlug, verbuchte der Kurs wieder ein leichtes Plus. Vor allem die wachsende Konkurrenz durch Plattformen wie TikTok macht dem sozialen Netzwerk zu schaffen.

Siemens verkauft für 1,15 Mrd. € sein Geschäft mit Brief- und Paket-Sortieranlagen. Unternehmensangaben zufolge gehört dieser Bereich nicht mehr zum Kerngeschäft. Diese sollen nach und nach veräußert werden. Zusätzlich will der Konzern Mitte des Jahres seinen 50 % Anteil am Gemeinschaftsunternehmen Valeo Siemens eAutomotive an den französischen Autozulieferer Valeo verkaufen. Wie die Franzosen mitteilten, erhält Siemens hierfür 277 Mio. €. 

Die Dt. Börse ist trotz rückläufiger Aktien- und Derivategeschäfte weiter gewachsen. Die Nettoerlöse legten u.a. dank Zukäufen auf 3,5 Mrd. € zu. Unterm Strich verbuchte der Frankfurter Börsenbetreiber 1,2 Mrd. €. Zudem können sich die Aktionäre auf eine 7 % höhere Dividende freuen. Es sollen 3,20 € vorgeschlagen werden. 

Im 2. Pandemiejahr konnte der französische Kosmetikkonzern L'Oréal besser abschneiden als vor der Pandemie. Währungsbereinigt und auf vergleichbarer Basis kletterte der Umsatz um 11 % auf knapp 32,3 Mrd. € im Vergleich zu 2019. Im Vergleich zu 2020 lag das Plus bei 16 %. Der Gewinn sprang derweil auf 4,6 Mrd. € an. Die Dividende will der Konzern um 20 % auf 4,80 € anheben.

Im wichtigen Weihnachtsgeschäft konnte der Großhandelskonzern Metro gute Ergebnisse erzielen. Im Q1 2021/22 stieg der Umsatz um 20 %. Der Gewinn kletterte derweil von 99 Mio. € im Vorjahr auf 195 Mio. €. "Im Umsatz liegen wir über Vor-Pandemie-Niveau und auch das Ergebnis entwickelt sich positiv", so Metro-Chef Steffen Greubel. Für das laufende Jahr avisiert das Management ein Wachstum von 3–7 %. Aufgrund von Investitionen in die Digitalisierung soll das operative Ergebnis auf Vorjahresniveau bei rund 1,18 Mrd. € stagnieren. 

Dank einer anhaltend hohen Nachfrage nach Baumaschinen lag Wacker Neuson im vergangenen Jahr über den Erwartungen. Die Erlöse legten um 15 % zu und das Ebit hat sich auf 193 Mio. € mehr als verdoppelt. Mit Blick auf das laufende Jahr deutete der Vorstand derweil an, die höheren Input- und Transportkosten nicht vollständig kompensieren zu können.

Die weltweit angespannten Lieferketten mit viel zu knappen Transportkapazitäten haben der dänischen Reederei Moeller-Maersk 2021 einen Gewinn von 18 Mrd. $ eingefahren. Das ist mehr als sechsmal so viel wie im bereits profitablen ersten Coronajahr 2020.