Amsterdam – Im Ringen um den Musikkonzern Universal Music Group (UMG) hat der US-Investor Bill Ackman einen Rückschlag erlitten. Der Chef des UMG-Großaktionärs Bollore, Cyrille Bollore, erteilte dem Übernahmevorstoß eine klare Absage. „Wir sind der Meinung, dass der Preis bei Weitem nicht stimmt“, so Bollore auf der Hauptversammlung des Konzerns. Die Haltung von Bollore ist entscheidend, denn er hält direkt und indirekt über den Medienkonzern Vivendi, den die Familie kontrolliert, insgesamt knapp 32 % an UMG.
Ackman selbst hatte eingeräumt, dass ein Geschäft ohne die Zustimmung von Bollore nicht zustande kommen könnte, da dessen Anteil am Unternehmen ihm faktisch ein Vetorecht einräume. Die Offerte des Hedgefonds Pershing Square wird mit rd. 55,8 Mrd. € bewertet.
Angesichts der durch die Übernahmepläne ausgelösten Kurs-Rally wurde bei UMG bereits der Ausstieg empfohlen. Zu Recht, wie das Hin und Her derzeit zeigt; (B).